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1956 – 2006

5o Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus



Agim Popa



Der 20. Parteitag der KPdSU

und die Evolution des modernen Revisionismus

Auszüge aus dem Referat auf der wissenschaftlichen Tagung „Der sowjetische Revisionismus und der Kampf der PAA für seine Entlarvung“ - (Albanien heute, Nr. 1/1981 – Seite 2 - 5, deutsche Ausgabe)





Die Entwicklung des modernen Revisionismus mit all seinen Verästelungen, „Theorien“ und mit seinen gefährlichen demagogischen Betrügereien zeigt, welch kolossale Aufgabe heute vor den Marxisten-Leninisten steht, um ihn in den Augen der Arbeiterklasse und der Völker zu entlarven.

Vor 20 Jahren hielt Genosse Enver Hoxha die historische Rede auf der Moskauer Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien. Das Leben in diesen 20 Jahren hat die Richtigkeit und die Lebenskraft der Haltung der PAA voll und ganz bestätigt. Es hat auf unwiderlegbare Weise bewiesen, dass die Linie des entschlossenen Kampfes gegen den modernen Revisionismus die einzig richtige und rettende Haltung war. Genosse Enver entlarvte auf der Beratung auf klare und einleuchtende Weise den verräterischen Kurs der Chruschtschow-Revisionisten und zog eine Trennungslinie zwischen Marxismus-Leninismus und Chruschtschow-Revisionismus.

Besondere Beachtung schenkte er der Kritik und Entlarvung der opportunistischen Thesen und konterrevolutionären Positionen des 20. Parteitags der KPdSU, der die Generallinie des Chruschtschow-Revisionismus sowohl für die inneren Probleme des Landes als auch für die internationale formulierte.

Seit dem 20. Parteitag der KPdSU treiben die Chruschtschow-Revisionisten ebenso wie alle anderen modernen Revisionisten viel Schindluder mit der Parole der „schöpferischen Weiterentwicklung“ des Marxismus-Leninismus und des „Kampfes gegen den Dogmatismus“. Als Vorwand für die Verbreitung ihrer opportunistischen Theorien und zur Rechtfertigung ihrer eigenen konterrevolutionären Handlungen nutzten sie die Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der Welt und das Hervortreten einiger neuer Erscheinungen während der Nachkriegszeit aus. Auf dieser Grundlage erklärten sie die großen Lehren des Marxismus-Leninismus als veraltet, überholt und für unsere Zeit ungeeignet. Doch ihr „Anti-Dogmatismus“ ist nichts als ein pragmatisches Manöver zur Rechtfertigung und Verschleierung des Revisionismus. Es liegt auf der Hand, dass die zahlreichen Predigten der heutigen Revisionisten eine Wiederbelebung der an die neuen Bedingungen und Erfordernisse angepassten alten Theorien eines Bernstein, der Menschewiki, eines Kautsky und der Zweiten Internationale sind, die Lenin seinerzeit bereits entlarvte, die von der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution längst zu Grabe getragen worden sind.

Auf dem 20. Parteitag der KPdSU und danach operierten die Chruschtschow-Revisionisten lauthals mit der betrügerischen Parole von der Rückkehr Lenins, die Stalin angeblich verlassen, entstellt und mit Füßen getreten haben sollte. Unsere Partei hat die Absicht des Manövers der angeblichen Rückkehr zu Lenin aufgedeckt. Sie hat nachgewiesen, dass die Angriffe auf Stalin in der Sowjetunion und in der kommunistischen Weltbewegung konsequent angewendet und verteidigt hat. Heutzutage predigen die Revisionisten den Verzicht auf den Leninismus, „um zu den Begründern des wissenschaftlichen Sozialismus, zu Marx und Engels zurückzukehren“; das ist z.B. bei den heutigen „ungeschminkten“ Revisionisten, den Euro“kommunisten“, der Fall. Genosse Enver Hoxha betonte:

Doch die Revisionisten, ob nun die Chruschtschow-Revisionisten oder die Euro`kommunisten´, kämpfen auf die gleiche Weise, mit der gleichen Brutalität und Hinterlist wie gegen Stalin und auch gegen Lenin und Marx“ (Enver Hoxha, „Eurokommunismus“ ist Anti-Kommunismus“, dt. Ausgabe, Seite 10).

Auch das Predigen des „ideologischen Pluralismus“ ist einer der Modetrends des Angriffs der modernen Revisionisten gegen den Marxismus-Leninismus. Man ging in der revisionistischen Presse, einschließlich der sowjetischen, so weit, Ansichten auszuklügeln, dass man „mit dem Koran in der einen und dem `Kapital´ in der anderen Hand“ oder „mit dem Kreuz in der einen und Hammer und Sichel in der anderen Hand“ usw. usf. zum Sozialismus gelangen könne.

Die modernen Revisionisten haben diesen „ideologischen Pluralismus“ sogar auf die Reihen der Partei der Arbeiterklasse ausgeweitet; sie predigen die Koexistenz verschiedenster philosophischer, ja religiöser Strömungen im innerparteilichen Leben.

Es dürfte klar sein, dass ohne Marxismus-Leninismus weder vom Sturz der Bourgeoisie und vom Übergang zum Sozialismus, noch vom Aufbau des Sozialismus und Kommunismus und schon gar nicht von der wahrhaft revolutionären Partei der Arbeiterklasse die Rede sein kann. Deshalb stellt die Verteidigung der Reinheit des Marxismus-Leninismus und seiner grundlegenden Lehren gegenüber den revisionistischen Entstellungen und Angriffen, seien sie verdeckt oder offen, eine große revolutionäre Pflicht dar.

Der 20. Parteitag der KPdSU bezeichnete den Beginn einer allgemeinen Kampagne des modernen Revisionismus gegen die Diktatur des Proletariats. Auf dem 22. Parteitag erklärten sie, die Diktatur des Proletariats habe „ihre Schuldigkeit getan“, und ersetzten sie durch den „Staat des ganzen Volkes“, der nichts anderes als eine besondere Fassade der Diktatur der neuen sowjetischen Bourgeoisie ist. Doch innerhalb weniger Jahre verwandelte sich der „Staat des ganzen Volkes“ in einen sozialfaschistischen Staat.

Die chruschtschowianische Kampagne gegen die Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion und ihre historische Erfahrung wurde zu einer starken Stütze für die Propagierung der anarcho-syndikalistischen Theorien der jugoslawischen Revisionisten, die den sozialistischen Staat mit Schmutz bewerfen und seine möglichst schnelle Beseitigung fordern, um ihn durch den „wahrhaft humanen Sozialismus“, die so genannte „direkte Demokratie“ usw., also durch das titoistische „Selbstverwaltungsmodell“ zu ersetzen, das von Genossen Enver Hoxha bezeichnenderweise „kapitalistische Theorie und Praxis“ genannt wird.

Die chinesischen Revisionisten verkündeten ihrerseits, eine der Hauptaufgaben der Diktatur des Proletariats sei die Herstellung des Bündnisses mit der nationalen Bourgeoisie im Prozess des so genannten sozialistischen Aufbaus des Landes, die Integration der Kapitalisten in den Sozialismus und ihre Umerziehung, die Anwendung des Kurses der „lang andauernden Koexistenz und der gegenseitigen Kontrolle“ zwischen der kommunistischen Partei und den so genannten demokratischen, d.h. bürgerlichen Parteien usw.

Die Angriffe der Revisionisten gegen die Diktatur des Proletariats gingen sogar so weit, dass die Euro“kommunisten“ die Diktatur des Proletariats mit dem faschistischen Regime Hitlers, Mussolinis, Salazars und Francos auf eine Stufe stellten, wie es der Renegat Marchais von der Tribüne des 22. Parteitags der KP Frankreichs herab tat. Dies sind bezeichnende Fakten, die die Entartung der modernen Revisionisten und ihr Abgleiten auf die Positionen des banalsten und wütendsten Anti-Kommunismus zeigen.

Doch was stellen diese Revisionisten eigentlich der Diktatur des Proletariats entgegen ? Was ist eigentlich der Inhalt des von ihnen empfohlenen „demokratischen Sozialismus“ ohne Diktatur des Proletariats ? Das ist nichts anderes als die heutige bürgerliche Gesellschaft mit pseudo-sozialistischem Anstrich, um ihren kapitalistischen Charakter zu verschleiern.

Alle Revisionisten, die alten wie die modernen, ob sie nun an der Macht sind oder in den klassischen kapitalistischen Ländern tätig, vereint die Feindschaft gegenüber der Revolution, die Anstrengung, sie zu sabotieren und zu unterhöhlen, um die Herrschaft der Bourgeoisie zu verewigen.

Doch fand die Theorie der Leugnung der Revolution insbesondere seit dem 20. Parteitag der KPdSU starke Verbreitung in der kommunistischen und Arbeiterbewegung. Denn dort wurde die marxistisch-leninistische Theorie über die gewaltsame Revolution als allgemeingültiges Gesetz des Übergangs vom Kapitalismus zum, Sozialismus und über die Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparats für überholt erklärt, über Bord geworfen und durch die chruschtschowianische These über den „friedlichen Weg“ zum Sozialismus ersetzt. Dies wurde zur Quelle und Grundlage des „Aufblühens“ aller heutigen konterrevolutionären Theorien der Revisionisten und insbesondere der Euro“kommunisten“, die auf die Aufrechterhaltung und Verewigung des Kapitalismus abzielen und ein lebendiger Beweis für die vollständige sozialdemokratische Entartung der revisionistischen Parteien sind.

Der blutige faschistische Putsch in Chile 1973 war ein vernichtender Schlag für die revisionistische Theorie vom „demokratischen, friedlichen Übergang zum Sozialismus“. In ihren Anstrengungen, diese Theorien um jeden Preis zu retten, haben die italienischen Euro“kommunisten“ die Strategie vom „historischen Kompromiss“ aufgetischt, der eigentlich historischer Verrat heißen müsste.

Die gleichen konterrevolutionären und pragmatischen Positionen kennzeichnen auch die „Theorie der drei Welten“ der chinesischen Revisionisten. Sie verfälschen und ignorieren die Grundwidersprüche unserer Epoche, bestreiten die Existenz jeder revolutionären Situation und Perspektive in unseren Tagen, stellen sich gegen jede revolutionäre Tätigkeit, da die Zeit dafür noch nicht reif sei.

Unsere Zeit wird durch ein allgemeines Anwachsen des revolutionären Weltprozesses gekennzeichnet. Die objektiven Bedingungen für die Revolution werden immer günstiger. Entscheidend ist gegenwärtig die Vorbereitung des subjektiven Faktors der Revolution. Haupthindernis dafür ist der Einfluss der Ansichten der Revisionisten unter den Massen und ihre konterrevolutionäre Wühlarbeit.

Heute,. Wo diese Frage zur Lösung ansteht“, schreibt Genosse Enver Hoxha,ist es für die Marxisten-Leninisten eine imperative Aufgabe, den Nebel, den die Revisionisten um die Revolution verbreitet haben, zu zerstreuen, die Manöver und die Spekulation, die sie zu dieser Frage betreiben, zu entlarven, ihre konterrevolutionären, chauvinistischen, hegemonistischen Ziele aufzudecken und die Lehre des Marxismus-Leninismus über die Revolution richtig zu verstehen und anzuwenden“ (Enver Hoxha, „Imperialismus und Revolution“, deutsche Ausgabe, Seite 169).

Nach dem Verrat der jugoslawischen Revisionisten, die zu einer besonderen Agentur des amerikanischen und des Weltimperialismus wurden, um den Sozialismus zu unterhöhlen und das sozialistische Lager und die kommunistische und Arbeiterbewegung zu spalten, um den revolutionären Befreiungskampf zu sabotieren, waren es die Chruschtschow-Revisionisten, die insbesondere auf dem 20. Parteitag der KPdSU die „theoretischen“ und praktischen Grundlagen des versöhnlerischen Kurses, die Grundlagen für die konterrevolutionäre Annäherung und Zusammenarbeit mit dem Imperialismus zum Schaden der Interessen der Revolution und der friedliebenden Völker legten. Doch die sowjetischen Revisionisten benutzten die These über die „friedliche Koexistenz“ nicht nur zur Rechtfertigung der Politik der Zugeständnisse und prinzipienlosen Kompromisse mit dem amerikanischen Imperialismus.

Die These von der ´friedlichen Koexistenz`“, hebt Genosse Enver Hoxha hervor,war eine Aufforderung der sowjetischen Revisionisten an die amerikanischen Imperialisten, die Welt gemeinsam aufzuteilen und zu beherrschen“ (Enver Hoxha, „Euro`kommunismus` ist Anti-Kommunismus“, deutsche Ausgabe, Seite 53).

Der 20. Parteitag der KPdSU mit seinem Kurs der Annäherung und Zusammenarbeit mit dem amerikanischen und dem Weltimperialismus dient auch der aktuellen Außenpolitik Chinas als „theoretische Grundlage“ und Rechtfertigung. Die Annäherung Chinas an die USA hat sich bereits in ein typisches Bündnis zwischen imperialistischen Mächten verwandelt, das sich gegen die Revolution, die friedliebenden Völker und andere Länder richtet. Die heutige Politik Chinas gegen den sowjetischen Sozialimperialismus hat eingedenk der sie inspirierenden Motive sowie der von ihr verfolgten Ziele und der gefährlichen Folgen, mit der sie schwanger geht, nichts Marxistisch-Leninistisches. Das Geschwafel und die Haltung der chinesischen Revisionisten sind genauso konterrevolutionär und anti-marxistisch wie das der sowjetischen Revisionisten. Auf der anderen Seite hetzen die chinesischen Führer in aller Öffentlichkeit die USA auf, in Europa einen imperialistischen Atomkrieg gegen die Sowjetunion vom Zaun zu brechen. Dabei rechnen sie damit, dass sich ihre beiden Hauptrivalen fernab von China gegenseitig den Schädel einschlagen und China die unumschränkte Weltherrschaft so zu sagen in den Schoß fällt.

Die Thesen der Chruschtschow-Revisionisten auf dem 20. Parteitag der KPdSU über die Annäherung, Zusammenarbeit und den „friedlichen Wettbewerb“ mit dem Imperialismus päppelten eine Reihe „Theorien“ anderer Revisionisten hoch, seien es die jugoslawischen oder jene, die als Euro“kommunisten“ gelten. Es ist eine Tatsache, dass die Euro“kommunisten“ zu Verfechtern der Politik der imperialistischen Blöcke als angeblicher Faktor der Friedenssicherung geworden sind. Sie verschleiern nicht nur die Rolle der NATO bei der Unterdrückung der Revolution in den Ländern Westeuropas, sondern ignorieren auch die große nationale Frage der Länder und der Völker dieser Region, sie ignorieren die Herrschaft des amerikanischen Imperialismus in diesen Ländern und die Notwendigkeit der Befreiung von ihm. Gleichzeitig haben die Euro“kommunisten“ verkündet, die EG und das Vereinte Europa sei „eine Realität, mit der man sich abfinden muss“; sie verschleiern den Ausbeutercharakter dieses Europas der kapitalistischen Monopole, das gegen die westeuropäischen Völker gerichtet ist, außerdem ist es ein neo-kolonialistisches Organ des europäischen Imperialismus gegen die Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Sie verbreiten trügerische Illusionen über den „Demokratismus“ dieser zwischen-imperialistischen Einrichtungen angeblich zu Gunsten der werktätigen Massen und der Völker.

In unserer Zeit ist es notwendig, neben der Entlarvung der heimtückischen imperialistischen Propaganda auch die gefährlichen und trügerischen Predigten und Theorien der modernen Revisionisten über die Haltung gegenüber dem Imperialismus und den Kampf gegen ihn zu entlarven und zu zerschlagen.

Die Revisionisten haben den ersten Schlag stets gegen den revolutionären Führungsstab der Arbeiterklasse, gegen die proletarische Partei gerichtet. Die Chruschtschow-Revisionisten selbst gaben ein Beispiel dafür, als sie auf dem 22. Parteitag den proletarischen Charakter ihrer Partei beseitigten und ihre Umwandlung in eine „Partei des ganzen Volkes“ bekanntgaben, was in der Theorie eine himmelschreiende Absurdität ist, in der Praxis aber auf die Eliminierung der führenden Rolle der Arbeiterklasse hinausläuft.

Doch die Chruschtschowgruppe beschränkte sich keineswegs nur auf die Sowjetunion. Sie bemühte sich, den Kurs der Entartung der proletarischen Partei der ganzen internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung aufzuzwingen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es absolut kein Zufall, dass die Chruschtschow-Revisionisten auf dem 20. Parteitag neben der Rehabilitierung des Titoismus auch die Parole der Annäherung an die Sozialdemokratie aufbrachten, indem sie die Illusion verbreiteten, bei der Sozialdemokratie hätten positive Veränderungen stattgefunden. Doch beweisen die Tatsachen, wie unsere Partei betont hat, gerade das Gegenteil: nicht der sozialdemokratische Bahnhof bewegt sich auf den revisionistischen Zug zu, sondern der revisionistische Zug hat sich eiligst in Richtung auf den sozialdemokratischen Bahnhof in Bewegung gesetzt.

Die Revisionisten sind von den grundlegenden theoretischen Positionen des Marxismus-Leninismus und den Lehren des wissenschaftlichen Sozialismus abgewichen und haben in Wirklichkeit die opportunistischen und konterrevolutionären ideologischen Positionen der Sozialdemokratie übernommen. Vom Standpunkt der politischen Strategie aus haben die euro“kommunistischen“ Parteien jede revolutionäre Tätigkeit zum Sturz der Bourgeoisie voll und ganz über Bord geworfen, sie haben sich in eine Partei der sozialen Reformen innerhalb des Rahmens der bürgerlichen Gesetze und der bürgerlichen Verfassung verwandelt, in eifrige Verteidiger der kapitalistischen Ordnung. Sie stehen als mögliche Sachwalter der Angelegenheiten der Bourgeoisie zur Verfügung, um in schwierigen Situationen nach und nach die bereits diskreditierten Sozialdemokraten ersetzen zu können. Im Hinblick auf Fragen der Organisierung haben die in den Fußstapfen der Sozialdemokraten wandelnden euro“kommunistischen“ Parteien erklärt, die leninistischen Lehren und Normen, die das Leben der revolutionären Partei des Proletariats regeln, seien unvereinbar mit den Prinzipien der Demokratie, seien unvereinbar mit den Bedingungen der entwickelten kapitalistischen Länder.

Die ideologische Folge dieses sozialdemokratischen Entartungsprozesses der revisionistischen Partei sind offen liquidatorische Neigungen deren Bannerträger der italienische Revisionist G. Amendola ist. Er verurteilte die einstmalige Spaltung in der sozialistischen Bewegung und die Organisierung der Kommunisten in einer eigenen Partei und brachte die These hervor, die kommunistischen (revisionistischen) Parteien müssten mit Sozialdemokraten bzw. Sozialisten verschmolzen werden, um angeblich einen „neuen Weg zum Sozialismus“ zu beschreiten. Es ist jedoch bekannt, dass dieser „neue Weg“, den die Revisionisten fordern, nichts anderes als der sozialdemokratische Weg zur Aufrechterhaltung und Verewigung des Kapitalismus ist.

Heute ist es notwendig, die bürgerliche, sozialdemokratische, euro“kommunistische“ u.a. Propaganda zu entlarven und unschädlich zu machen, wonach die nach-chruschtschowianische sowjetische Führung insbesondere seit 1968 die Linie des 20. Parteitags bzw. Chruschtschows verlassen habe und zu „stalinistischen Methoden“ zurückgekehrt sei bzw. eine Art „Neo-Stalinismus“ usw. usf. herausgebildet habe. Die Partei der Arbeit Albaniens hat sofort nach N. Chruschtschows Sturz im Gegensatz zu den Schwankungen und Pressionen der chinesischen Führung die demagogischen Manöver der Breschnew-Gruppe entlarvt und die Politik der neuen sowjetischen Führung als Fortsetzung des Chruschtschowismus ohne Chruschtschow qualifiziert. Die PAA betonte, dass es notwendig ist, den Kampf gegen den sowjetischen Revisionismus mit oder ohne Chruschtschow ohne Schwankungen bis zum Schluss zu führen.

Ebenso wird auch mit den Widersprüchen, die heutzutage zwischen den verschiedenen Strömungen des modernen Revisionismus bestehen, insbesondere zwischen dem sowjetischen Revisionismus und den anderen Strömungen, ein Verwirrspiel betrieben. Aber eine Analyse und die Fakten widerlegen diesen Anspruch und zeigen, dass die Widersprüche zwischen den sowjetischen und den anderen Revisionisten keinen prinzipiellen Charakter haben, denn sie sind samt und sonders Feinde des Marxismus-Leninismus, die, unabhängig von den sie spaltenden Widersprüchen, eine gemeinsame opportunistische und konterrevolutionäre ideologische Basis haben.

Die bürgerliche sozialdemokratische, trotzkistische usw. Propaganda macht einen Heidenlärm um das angebliche Scheitern des Marxismus-Leninismus, um die angebliche Krise und den Verfall des Kommunismus. In Wahrheit ist nicht der Marxismus-Leninismus, nicht der Kommunismus, sondern der moderne Revisionismus in der Krise. Der prinzipienlose Machtkampf und die Erschütterungen in den revisionistischen Ländern, angefangen von Chruschtschows Sturz in der Sowjetunion, dem Rankovićs und der anderen in Jugoslawien, das bemerkenswerte chinesische Machtkarussel, der Sturz Gomulkas und jetzt auch Giereks in Polen usw.; das Scheitern der revisionistischen Länder in Wirtschaft und Außenpolitik; sowjetische und chinesische Aggressionen gegen die Tschechoslowakei, Vietnam und Afghanistan; Widersprüche und Streitigkeiten im revisionistischen Lager – all das und andere Tatsachen bezeugen die schwere und ausweglose Krise, die den Revisionismus ergriffen hat.

Die Entwicklung des modernen Revisionismus mit all seinen Verästelungen, „Theorien“ und mit seinen gefährlichen demagogischen Betrügereien zeigt, welch kolossale Aufgabe heute vor den Marxisten-Leninisten steht, um ihn in den Augen der Arbeiterklasse und der Völker zu entlarven. Der Kampf gegen den modernen Revisionismus für die Befreiung der Massen von dem vergiftenden revisionistischen Einfluss sowie für die revolutionäre Stählung der marxistisch-leninistischen Parteien selbst ist keineswegs eine vorübergehende Kampagne, sondern ein ständiges und lebenswichtiges Erfordernis, um die Sache der Revolution und des Sozialismus bis zum vollständigenm Sieg vorwärtszubringen.