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Enver Hoxha

„Die

breiten Massen der

islamischen Völker

in den verschiedenen Ländern zogen und ziehen in den Kampf,

doch nicht für die Religion,

sondern für nationale und soziale Befreiung“

(Enver Hoxha, kurzer Auszug aus dem Bericht an den 8. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, dt. Ausgabe, Seite 307)



Die Frage der proletarischen Revolution ist von der Entwicklung der Befreiungsbewegung der Völker nicht zu trennen. Ein wichtiges Merkmal der heutigen nationalen Befreiungsbewegungen besteht darin, dass das politische Erwachen hinsichtlich der Gewinnung und Verteidigung der Freiheit und der vollständigen nationalen Unabhängigkeit auch mit einem sozialen Erwachen einhergeht. Die gegenwärtigen Bewegungen der unterdrückten Völker richten sich nicht nur gegen den ausländischen Imperialismus, sondern immer mehr auch gegen seine Agenturen innerhalb des Landes. Tatsache ist, dass die Völker der unterdrückten Länder, trotz ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rückständigkeit, gegenwärtig große Vitalität an den Tag legen und einen bedeutenden Beitrag zur demokratischen anti-imperialistischen Revolution leisten, die der proletarischen Revolution den Weg ebnet.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Volksaufstände mit `islamischer Inspiration`, wie die Bourgeoisie und die Revisionisten diese Bewegungen zu definieren belieben, um ihren anti-imperialistischen und revolutionären Charakter zu leugnen. Es ist eine Tatsache, dass es in den islamischen Ländern aufständische Bewegungen gibt, doch die Interpretationen, die ihnen die Bourgeoisie und die Revisionisten angedeihen lassen, sond übelwollend und verunglimpfend. Sie verbergen die versklavenden Ziele gegenüber den Völkern.

Wir Marxisten-Leninisten sagen nach wie vor, dass Religion Opium für die Völker ist. Unseren Standpunkt in dieser Frage ändern wir auf keinen Fall. Auch der Islam unterscheidet sich von seinem Inhalt her nicht von anderen Religionen.

Die breiten Massen der islamischen Völker in den verschiedenen Ländern zogen und ziehen in den Kampf, doch nicht für die Religion, sondern für nationale und soziale Befreiung. Der religiöse Glaube ist relativ und steht nicht über der Politik. Die Menschen dieser Länder glauben an den Islam und respektieren ihn, doch wenn die lebenswichtigen Interessen des Volkes, wenn die Freiheit und Unabhängigkeit des Landes angetastet werden, erheben sie sich zum Kampf gegen den Aggressor, selbst wenn er die gleiche Religion hat wie sie. Nicht die religiöse Inspriration ist es, die die Revolten und das revolutionäre Erwachen der Völker verursacht; die politisch-gesellschaftlichen Bedingungen sind es, imperialistische Unterdrückung und Ausplünderung sind es; die Armut und das Leiden sind es, die auf ihnen lasten. Die Araber und die islamischen Völker sind tapfere Kämpfer mit einer alten Kultur. Die anti-imperialistischen, anti-kolonialistischen und anti-feudalen Aufstände und Kämpfe dieser Völker zeigen, dass sie fortschrittlich und freiheitsliebend sind. Wären sie es nicht, so wären sie wohl kaum imstande, sich zum Kampf um Freiheit und nationale Unabhängigkeit und gegen die doppelte innere und äußere Unterdrückung zu erheben.

In den von den islamischen Völkern bewohnten Gebieten haben die Imperialisten und die Sozialimperialisten einen schwierigen Stand. Auch ihre Marionetten haben einen schwierigen Stand. Die Lage in diesen Regionen zeugt von einer revolutionären Situation, von einer großen sozialen Bewegung dieser Völker, unabhängig davon, das sie auf den ersten Blick religiösen Charakter haben und dass sie von religiösen und unreligiösen Menschen betrieben werden.

Heute existieren oder entstehen in vielen Ländern revolutionäre Situationen, doch nicht überall steht die sozialistische Revolution als unmittelbare Aufgabe an. In der Welt entwickeln sich auch andere Bewegungen mit demokratischem und anti-imperialistischem Charakter, mit Befreiungscharakter. Alle diese Bewegungen sind Bestandteil des weltweiten revolutionären Prozesses, sind gerechte Kämpfe, die die imperialistische Front schwächen und zur Beschleunigung der revolutionären Prozesse beitragen, die das kapitalistische System treffen und weiter verfaulen lassen. Deshalb müssen die Arbeiterklasse als fortschrittlichste Klasse und ihre kommunistische Partei, wie Lenin uns lehrt, diese Kämpfe unterstützen, ihnen aktiv beistehen und sich an ihre Spitze stellen. Auch dann, wenn sie am Anfang ihre führenden Positionen noch nicht im vollen Umfang realisiert haben, müssen sie erneut und an der vordersten Front des Kampfes und der Opfer stehen, weil sie nur auf diese Weise an die Spitze der Bewegung gelangen und die Ziele der Bewegung sichern können, weil sie nur auf diese Weise darauf hinwirken können, dass die demokratische und anti-imperialistische Volksrevolution in die sozialistische Revolution hinüberwächst (Enver Hoxha, Bericht an den 8. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, 1. November 1981, Seite 306 – 309).

 

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Enver Hoxha

„Die

breiten Massen der

islamischen Völker

in den verschiedenen Ländern zogen und ziehen in den Kampf,

doch nicht für die Religion,

sondern für nationale und soziale Befreiung“

(Enver Hoxha, kurzer Auszug aus dem Bericht an den 8. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, dt. Ausgabe, Seite 307)

 

 

Die Frage der proletarischen Revolution ist von der Entwicklung der Befreiungsbewegung der Völker nicht zu trennen. Ein wichtiges Merkmal der heutigen nationalen Befreiungsbewegungen besteht darin, dass das politische Erwachen hinsichtlich der Gewinnung und Verteidigung der Freiheit und der vollständigen nationalen Unabhängigkeit auch mit einem sozialen Erwachen einhergeht. Die gegenwärtigen Bewegungen der unterdrückten Völker richten sich nicht nur gegen den ausländischen Imperialismus, sondern immer mehr auch gegen seine Agenturen innerhalb des Landes. Tatsache ist, dass die Völker der unterdrückten Länder, trotz ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rückständigkeit, gegenwärtig große Vitalität an den Tag legen und einen bedeutenden Beitrag zur demokratischen anti-imperialistischen Revolution leisten, die der proletarischen Revolution den Weg ebnet.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Volksaufstände mit `islamischer Inspiration`, wie die Bourgeoisie und die Revisionisten diese Bewegungen zu definieren belieben, um ihren anti-imperialistischen und revolutionären Charakter zu leugnen. Es ist eine Tatsache, dass es in den islamischen Ländern aufständische Bewegungen gibt, doch die Interpretationen, die ihnen die Bourgeoisie und die Revisionisten angedeihen lassen, sond übelwollend und verunglimpfend. Sie verbergen die versklavenden Ziele gegenüber den Völkern.

Wir Marxisten-Leninisten sagen nach wie vor, dass Religion Opium für die Völker ist. Unseren Standpunkt in dieser Frage ändern wir auf keinen Fall. Auch der Islam unterscheidet sich von seinem Inhalt her nicht von anderen Religionen.

Die breiten Massen der islamischen Völker in den verschiedenen Ländern zogen und ziehen in den Kampf, doch nicht für die Religion, sondern für nationale und soziale Befreiung. Der religiöse Glaube ist relativ und steht nicht über der Politik. Die Menschen dieser Länder glauben an den Islam und respektieren ihn, doch wenn die lebenswichtigen Interessen des Volkes, wenn die Freiheit und Unabhängigkeit des Landes angetastet werden, erheben sie sich zum Kampf gegen den Aggressor, selbst wenn er die gleiche Religion hat wie sie. Nicht die religiöse Inspriration ist es, die die Revolten und das revolutionäre Erwachen der Völker verursacht; die politisch-gesellschaftlichen Bedingungen sind es, imperialistische Unterdrückung und Ausplünderung sind es; die Armut und das Leiden sind es, die auf ihnen lasten. Die Araber und die islamischen Völker sind tapfere Kämpfer mit einer alten Kultur. Die anti-imperialistischen, anti-kolonialistischen und anti-feudalen Aufstände und Kämpfe dieser Völker zeigen, dass sie fortschrittlich und freiheitsliebend sind. Wären sie es nicht, so wären sie wohl kaum imstande, sich zum Kampf um Freiheit und nationale Unabhängigkeit und gegen die doppelte innere und äußere Unterdrückung zu erheben.

In den von den islamischen Völkern bewohnten Gebieten haben die Imperialisten und die Sozialimperialisten einen schwierigen Stand. Auch ihre Marionetten haben einen schwierigen Stand. Die Lage in diesen Regionen zeugt von einer revolutionären Situation, von einer großen sozialen Bewegung dieser Völker, unabhängig davon, das sie auf den ersten Blick religiösen Charakter haben und dass sie von religiösen und unreligiösen Menschen betrieben werden.

Heute existieren oder entstehen in vielen Ländern revolutionäre Situationen, doch nicht überall steht die sozialistische Revolution als unmittelbare Aufgabe an. In der Welt entwickeln sich auch andere Bewegungen mit demokratischem und anti-imperialistischem Charakter, mit Befreiungscharakter. Alle diese Bewegungen sind Bestandteil des weltweiten revolutionären Prozesses, sind gerechte Kämpfe, die die imperialistische Front schwächen und zur Beschleunigung der revolutionären Prozesse beitragen, die das kapitalistische System treffen und weiter verfaulen lassen. Deshalb müssen die Arbeiterklasse als fortschrittlichste Klasse und ihre kommunistische Partei, wie Lenin uns lehrt, diese Kämpfe unterstützen, ihnen aktiv beistehen und sich an ihre Spitze stellen. Auch dann, wenn sie am Anfang ihre führenden Positionen noch nicht im vollen Umfang realisiert haben, müssen sie erneut und an der vordersten Front des Kampfes und der Opfer stehen, weil sie nur auf diese Weise an die Spitze der Bewegung gelangen und die Ziele der Bewegung sichern können, weil sie nur auf diese Weise darauf hinwirken können, dass die demokratische und anti-imperialistische Volksrevolution in die sozialistische Revolution hinüberwächst“ (Enver Hoxha, Bericht an den 8. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens, 1. November 1981, Seite 306 – 309).