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Wahlen im ehemaligen sozialistischen Albanien

Enver Hoxha



Albanien schreitet sicheren Schritts und unerschrocken voran

Rede auf dem Treffen mit den Wählern des Wahlbezirks Nr. 209 in Tirana, 1978

Verlag „ 8 NËNTORI “ - Tirana, 1978





Liebe Genossen und Genossinnen, liebe Wählerinnen und Wähler,

es ist für mich eine sehr freudige und schöne Gelegenheit, wieder mit euch, liebe Mütter und Väter, Schwestern und Brüder, Arbeiter, Intellektuelle, Angehörige unserer ruhmreichen Streitkräfte, Jungen und Mädchen, zusammenzutreffen und am Vorabend eines für unser ganzes Volk und seine Macht historischen Ereignisses, wie es die Wahlen der Abgeordneten für die Volksversammlung sind, über unsere gemeinsamen Probleme zu sprechen.

Meine Freude ist ganz besonders groß, weil ich heute mit euch zusammentreffe an diesem bedeutenden Tag der ruhmreichen Geschichte des albanischen Volkes, da hier im roten Tirana, gerade in eurem Stadtviertel, in dem vor siebenunddreißig Jahren die Kommunistische Partei Albaniens gegründet wurde, die Partei, die an der Spitze des Volkes und zusammen mit ihm das Banner der Freiheit und des gesellschaftlichen Fortschritts erhob, das große Banner der Demokratie und des Sozialismus. Unserer historischen Partei verdanken wir alle unsere Siege, das glückliche Leben, dessen wir uns heute erfreuen, und unsere gesicherte Zukunft.

Die Lage ist bei uns revolutionär und lässt uns optimistisch sein. Wir leben in einer fortschrittlichen, freien, demokratischen sozialistischen Gesellschaft.

Wer hat unsere Gesellschaft so weit vorwärts gebracht, dass unser Land ein völlig neues Gesicht bekommen hat, dass diese ganze Industrie errichtet werden konnte, dass die Landwirtschaft solche Fortschritte gemacht hat, dass Bildung und Kultur eine noch nie dagewesene Entwicklung genommen haben und Zehntausende von Fachkräften mit höherer und Hochschulbildung, Zehntausende von qualifizierten Arbeitern herausgebildet werden konnten? Wer hat unser Leben so schön gemacht, dass sich die Menschen, von den kleinen Kindern und Pionieren bis hin zu den alten Menschen, so glücklich fühlen?

All diese Errungenschaften wurzeln in unserer sozialökonomischen Ordnung, in der Diktatur des Proletariats, in unserem freien, demokratischen, unabhängigen und souveränen Leben, in der heroischen Arbeit unseres Volkes. All dieses Gute hat uns die Partei der Arbeit Albaniens gebracht, der unfehlbare marxistisch-leninistische Leitstern unserer strahlenden Zukunft.

Im sozialistischen Albanien sind die werktätigen Massen Herren des Landes. Bei uns wird wahrhaft und in den geeignetsten Formen die vollkommene Freiheit und Demokratie für die Werktätigen verwirklicht. Ich habe über diese Fragen im Generalrat der Demokratischen Front gesprochen, deshalb will ich hier nicht ausführlicher darauf eingehen. Betonen möchte ich aber, dass die breite Demokratie für die Massen im Prozess des Aufbaus des Sozialismus ununterbrochen entwickelt und vervollkommnet wird. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Stärkung der sozialistischen Wirtschaft, des gemeinsamen Eigentums mit der harmonischen Entwicklung aller Zweige, mit der Vervollkommnung der Produktionsverhältnisse. Sie ist verbunden mit der Festigung der Leitung der Wirtschaft und Kultur auf der Grundlage eines einheitlichen zentralisierten Plans durch den Staat der Diktatur des Proletariats, gemäß der Linie, den Direktiven und Richtlinien der Partei.

Ihr wisst, dass bei uns die Pläne, für die Entwicklung der Wirtschaft und Kultur von unten nach oben, von den breiten werktätigen Massen gemacht werden. Die Massen machen viele wertvolle Vorschläge, sie geben Hinweise und machen Kritiken, wenn die Pläne nicht erfüllt werden, sie unterbreiten dem Zentralkomitee der Partei und der Regierung ihre schöpferische Meinungen. In den lebenswichtigen, in den Schlüsselfragen findet so in Theorie und Praxis die wahre proletarische Demokratie Ausdruck. Die werktätigen Massen geben dem Staat diese große Hilfe, weil sie ihn von ganzen Herzen lieben, denn durch die klaren Orientierungen, die ihnen das Zentralkomitee der Partei und die Regierung nicht nur dann wenn der Plan ausgearbeitet wird, sondern ständig, während der ganzen Periode seiner Umsetzung, geben, kennen sie sowohl die Wirtschaftskraft ihres Betriebes, als auch die der Republik.

In den kapitalistischen Ländern hat der Arbeiter keinerlei Einblick in den Kurs der Entwicklung der Wirtschaft, in der Gesamtheit sowieso nicht, aber nicht einmal was den eigenen Betrieb angeht. Das liegt daran, dass er der Fabrik nur soweit verbunden ist, als er dort wie ein Automat seine Arbeit verrichtet, als einfacher Lohnarbeiter, als einer, der seine Arbeitskraft verkauft.

Das Gleiche lässt sich auch von der Sowjetunion und den anderen revisionistischen Ländern sagen. Im System der jugoslawischen „Selbstverwaltung“ zum Beispiel, das als System angepriesen wird, in dem angeblich alles in den Händen der Arbeiter liegt, ist der Arbeiter jeglicher Macht beraubt. In dem Betrieb, den der Arbeiter angeblich selbstverwaltet, hat er in Wirklichkeit über nichts zu beschließen. Dort ist es der Direktor mit seinem Stab, der über den Plan, die Investitionen, die Verteilung der Einkünfte und darüber entscheidet, wer zu bevorzugen und wer nicht zu bevorzugen ist usw.

Die Arbeiter des „selbstverwalteten“ Betriebs haben weder eine Ahnung von dem Plan der Republik noch von den Plänen der Schwesterbetriebe, da sie an diesen Fragen nicht das geringste Interesse haben. Dort stehen die Betriebe miteinander in Konkurrenz, um für ihre Betriebsleiter Profit herauszuholen. In dem Kampf, der dort auf dem Gebiet der Produktion und des Handels geführt wird, haben die Arbeiter nichts zu gewinnen, im Gegenteil, ihre Interessen werden durch die Konkurrenz ständig untergraben und unter ihnen wird der Geist der Lokalborniertheit und des bürgerlichen Individualismus ausgesät.

In der Sowjetunion, in Jugoslawien und in anderen revisionistischen Ländern führten die sogenannten Reformen in der Leitung der Wirtschaft, deren Dezentralisierung und andere Faktoren zur Wiederherstellung des Kapitalismus, zur Differenzierung und Polarisierung der Gesellschaft. Aus dieser Lage ergab sich die Bereicherung der oberen Schichten, der gesamten Pyramide, die über das Proletariat und das werktätige Volk dieser Länder herrscht, und sie führte zur Verelendung der werktätigen Massen.

Auch wenn in dem einen oder anderen dieser revisionistischen Länder um die werktätigen Massen zu täuschen, einige „sozialistische“, ihres marxistisch-leninistischen Inhalts allerdings völlig beraubte Formen, Normen und Traditionen beibehalten werden, wird die Macht dort durch Waffengewalt, Terror und Gewaltanwendung aufrechterhalten. Die Wirtschaft steckt in der Krise, täglich steigen die Preise, das gesellschaftliche Leben entartet, es kommt zu Zusammenstößen der Volksmassen und der verschiedenen Nationalitäten mit den Unterdrückungskräften der jeweiligen Regierung usw. Daran liegt es, dass dort das Leben der Volksmassen sowohl in wirtschaftlicher wie in geistiger Hinsicht so arm ist.



Unsere Außenpolitik

stimmt mit dem Kampf und den Bestrebungen des Proletariats und der Völker überein

Durch den erfolgreichen Aufbau des Sozialismus in Albanien, die korrekte marxistisch-leninistische Linie unserer Partei auf allen Gebieten ist auch die internationale Stellung unseres Landes gestärkt worden.

Die prinzipienfeste Haltung der Partei der Arbeit Albaniens und der Regierung der Sozialistischen Volksrepublik Albanien auf außenpolitischem Gebiet ist unserem Volk und allen Völkern der Welt bekannt. Die Außenpolitik unseres Staates und unserer Partei lässt sich von den Prinzipien des Marxismus-Leninismus und des proletarischen Internationalismus leiten, sie verteidigt die hohen Interessen unseres sozialistischen Vaterlandes und unterstützt die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse und den Kampf der Völker um Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität.

Unsere marxistisch-leninistische Partei und unser sozialistischer Staat stehen im Gegensatz und im unversöhnlichen Kampf mit dem Imperialismus, ob es nun der amerikanische, der sowjetische, der chinesische, der japanische oder irgendein anderer sein mag. Wir stehen im Gegensatz zu jener sozialökonomischen Formation, wo die Basis und der Überbau der Ausbeutung und Unterdrückung der Völker dienen. Unsere Politik ist so, weil sie eine Politik proletarischer Prinzipien ist. Die Weltentwicklung vom proletarischen Klassenstandpunkt aus verfolgen, heißt, die Interessen der Werktätigen verteidigen, auf der Seite der Unterdrückten stehen, derer, die die alte Welt stürzen und an ihrer Stelle eine neue Welt errichten wollen, in der die Menschen ein Leben in voller Freiheit und wahrer Demokratie führen. Wir unterstützen die Revolution, jene Revolution, die qualitative progressive Veränderungen im Leben der Völker, der ganzen Menschheit, bringt. Wir tarnen unsere Haltung nicht mit Formeln und machen keine Zugeständnisse zum Schaden der Revolution, des Sozialismus und der Befreiung der Völker.

Die Politik der Partei der Arbeit Albaniens findet in erster Linie die Unterstützung des Weltproletariats, der Völker und der Werktätigen der verschiedenen Länder aller Kontinente, denn diese Politik stimmt mit ihrem Kampf und ihrem Streben überein.

Auch die kapitalistischen und die revisionistischen Staaten sind der Politik Albaniens und seiner Haltung gegenüber nicht gleichgültig, auch wenn es ein Land mit einem kleinen Territorium und einer geringen Bevölkerung ist. Das liegt daran, dass die Politik des sozialistischen Albanien gerecht ist, dass man seine Stimme auf der Welt vernimmt und achtet. Jene bemühen sich daher, sie den Völkern ihrer Länder gegenüber geheimzuhalten, oder sie verzerrt darzustellen. Doch sie haben ihr Ziel nicht erreicht und werden es auch niemals erreichen.

Die Politik, die unser Land verfolgt, ist nicht schwankend, vom Auf und Ab der Situation bestimmt. Diese wechselnden Situationen auf der internationalen Arena werden durch die Instabilität und die Fäulnis des Kapitalismus, durch die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Krisen, durch die große revolutionäre Bewegung der Völker hervorgerufen, die um ihre Befreiung vom Joch des Imperialismus und Sozialimperialismus, von der Ausbeutung und Unterdrückung durch das Kapital, von der Herrschaft der Bourgeoisie und des Revisionismus kämpfen. Die Situationen, die entstehen, zerfressen den Imperialismus und Kapitalismus innerlich, schaffen Unsicherheit für das Morgen.

Deshalb sind die herrschenden Kreise und die machthabenden Cliquen in der bürgerlich-revisionistischen Welt bestrebt, sich ihnen anzupassen, die bestehenden Bündnisse zu festigen und neue Bündnisse gleich welcher Natur einzugehen, eine den gerade gegebenen Umständen angepasste Politik zu betreiben. Da sie auch die Haltung der anderen mit ihrer Elle messen, glauben die Kapitalisten und Revisionisten, dass auch unser Land, das nicht von ihnen abhängig ist, ihrer Politik folgen und in den Furchen gehen werde, die der Weltkapitalismus mit seinem brüchigen Pflug zieht.

Doch unsere Feinde täuschen sich, wenn sie glauben, unser Land sei, da es eine selbständige Politik verfolgt, isoliert und „auf halbem Wege stecken geblieben“, es werde „irgendwem die Hand hinstrecken, damit er es aus dem Morast herauszieht“ und dergleichen mehr. Die Sozialistische Volksrepublik Albanien war nie isoliert und wird es nie sein, sie ist niemals auf halbem Wege stecken geblieben und wird es nie tun. Sie schreitet sicheren Schritts voran, gestützt auf die eigenen Kräfte, sie baut auf, schafft, übt und verteidigt sich unerschrocken, und mit ihrem heroischen Vorbild ist und bleibt sie für die unterdrückten Massen der Welt ein Quell der Begeisterung.

Die unerschütterliche Haltung Albaniens in seiner Politik ist entschlossen und gerecht, denn es lässt sich von der Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin leiten. Unsere Politik, die sich auf wissenschaftliche Kriterien stützt, analysiert die Probleme der Weltentwicklung, die zwischenstaatlichen Beziehungen und die internationalen Ereignisse, die Prozesse und Erscheinungen der revolutionären und Befreiungsbewegungen der Völker der Welt richtig und realistisch und nimmt ihnen gegenüber eine korrekte Haltung ein.

Die Kapitalisten und Revisionisten haben die Politik Albaniens als „anachronistisch“ bezeichnet, und versuchen mit derlei ausgeklügelten Etiketten, die bei den Völkern der Welt niemals verfangen, ihr in der öffentlichen Meinung der Welt die Wirkung zu nehmen. Warum diese Versuche? Sie werden gestartet, weil unsere Politik die Politik der neuen Gesellschaftsordnung ist, die Politik des Sozialismus, von der das Proletariat und alle Unterdrückten der Welt träumen, die eine gewaltige Kraft darstellen, die sich erhoben hat. Diese Kraft ist furchtbar für die Kapitalisten, die Monopolisten und ihre Ideologen, die sich in eine Vielzahl von Parteien mit diversen Namen – von „demokratisch“ bis „kommunistisch“ - verkrochen haben. Noch furchtbarer wird sie in Zukunft werden. Eben deshalb wurmt unsere Politik all jene, die gegen das Proletariat und seine Interessen sind.

Die Richtung unserer Politik, die die hohen Interessen des Vaterlandes und der Revolution verteidigt, kann sich nicht ändern, je nachdem, woher der Wind weht, je nach dem Auf und Ab und den Umständen, die sich von Zeit zu Zeit ergeben. Die Umstände, die Widersprüche und die wechselnden Situationen auf der Welt werden von unserer Partei und unserer Regierung natürlich aufmerksam verfolgt, um sie im Interesse unseres sozialistischen Vaterlandes und des albanischen Volkes, der Revolution und aller Völker der Welt zu nutzen.

Die Beziehungen unseres sozialistischen Staates zu den kapitalistischen und revisionistischen Ländern basieren fest auf den revolutionären Klassenkriterien. Wir unterhalten keine diplomatischen Beziehungen zu den amerikanischen Imperialisten, den sowjetischen Sozialimperialisten und den faschistischen Staaten und werden nie welche haben; zu anderen Staaten mit einem von dem unseren unterschiedlichen Gesellschaftssystem werden wir jedoch Beziehungen auf der Grundlage der Gleichheit, der gegenseitigen Achtung der Souveränität, der gegenseitigen Nichteinmischung und in die inneren Angelegenheiten und des gegenseitigen Vorteils unterhalten.

Die Staaten, mögen sie auch gleichen Charakter haben, unterscheiden sich in ihrer Politik. Und diese Unterschiede müssen sorgfältig im Auge behalten werden, um eine richtige Haltung festlegen zu können. Es ist nicht angebracht, alle Staaten in einen Topf zu werfen oder sie in „drei Welten“ zu unterteilen und das Bündnis dieser „drei Welten“ gegen eines der Mitglieder der „ersten Welt“ - den sowjetischen Sozialimperialismus – zu predigen. Als Marxisten-Leninisten, die wir sind, urteilen wir, wenn wir von der Welt und ihren verschiedenen Staaten sprechen, dem dialektischen und historischen Materialismus entsprechend und nicht willkürlich. Deshalb sind wir gegen die Einteilung, die die revisionistische Theorie der „drei Welten“ vornimmt.

Lenin stellte im Hinblick auf die sozialökonomische Ordnung der verschiedenen Länder fest, dass es zwei Welten gibt: den Sozialismus und den Kapitalismus. Doch er lehrt uns, dass es kleine kapitalistische Staaten und auch mächtige kapitalistische Staaten gibt, auch wenn alle kapitalistischen Staaten ein und derselben sozioökonomischen Formation angehören. Nach dem Gesetz des Dschungels, das in den Beziehungen zwischen den kapitalistischen und revisionistischen Staaten besteht, frisst „der große Fisch“ den kleinen. Der „kleine Fisch“ muss deshalb um seine Existenz kämpfen, und gerade in diesen Anstrengungen treten die Widersprüche zu Tage.

Unsere Republik bemüht sich, die Widersprüche im Interesse der Revolution auszunutzen, und unterstützt den Kampf gegen den „großen Fisch“ mit dem Ziel, ihn zu schwächen, der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse und dem Kampf der Völker für Freiheit und Unabhängigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt zu helfen.

Unserer Partei, unserem sozialistischen Staat, den Marxisten-Leninisten, dem Proletariat und allen Völkern der Welt ist klar, dass der Imperialismus, der Sozialimperialismus, der Weltkapitalismus und die Reaktion jeder Art darum kämpfen, ihre Herrschaft über die Völker aufrechtzuerhalten, während die Völker darum kämpfen, das Joch ihrer verhassten Beherrscher abzuwerfen und die Macht zu ergreifen. Dies ist ein unaufhörlicher Kampf, der mit dem Sieg der Völker beendet werden wird, einem Sieg, der sich natürlich nicht auf einmal, ohne Blut und Opfer, erreichen lässt.

Die nationalen Befreiungskämpfe sind gerecht, die Marxisten-Leninisten und die fortschrittlichen Revolutionäre unterstützen und führen sie. Für den Sieg der nationalen Unabhängigkeit, für die Herstellung der wahren demokratischen Rechte und Freiheiten sind diese Kämpfe unerlässlich. Sie schaffen günstige Bedingungen für die sozialistische Revolution und machen ihr den Weg frei. Bei der Unterstützung der Befreiungskämpfe der Völker und der Revolution können wir uns nicht auf den einen Imperialismus stützen, um einen anderen zu bekämpfen, wir können uns nicht auf eine kapitalistische Weltmacht stützen, um eine andere kapitalistische Weltmacht zu bekämpfen.

Die Zeit bestätigte und bestätigt die marxistisch-leninistischen Thesen unserer Partei über die heutige Weltentwicklung. Zum anderen beweist sich täglich mehr, dass die Theorie der „drei Welten“ anti-marxistisch und reaktionär ist, im Dienst des Imperialismus und der Strategie Chinas als Supermacht selbst steht, die darauf abzielt, die Welt neu aufzuteilen und nicht, den Imperialismus und seine aggressiven Absichten zu bekämpfen. Die „Theoretiker“ und die Befürworter der Theorie der „drei Welten“ können das Proletariat und die Völker der sogenannten dritten Welt nicht aufrufen, sich gegen das Joch der reaktionären einheimischen Bourgeoisie und die ausländischen Unterdrücker aufzulehnen, sich gegen den imperialistischen Krieg zu erheben. Das ist für sie unmöglich, weil sie damit in Widerspruch zu ihrer „Theorie“ geraten würden, die die Vereinigung des Proletariats und der unterdrückten Volksmassen mit ihren Beherrschern, mit dem Kapital, das sie ausbeutet, predigt. Deshalb glauben das Proletariat und die Völker nicht nur dieser „Theorie“ nicht, sondern sie verachten sie und weisen sie mit Abscheu zurück.

Unsere Partei vertritt den Standpunkt, dass die Befürworter der Theorie der „drei Welten“ Renegaten des Marxismus-Leninismus, gefährliche Feinde der Völker sind, weil sie das Ziel verfolgen, die Befreiungskämpfe der Völker und der proletarischen Weltrevolution zu sabotieren. Sie haben die Theorie von Marx und Lenin über den Inhalt der Revolution revidiert, sie stellen die Ideologie in Abrede, die diese zum Sieg und die Völker zur Befreiung, zur neuen sozialistischen Gesellschaft, zur Gesellschaft ohne Ausbeuterklassen, führt.

Die gleiche Gefahr stellen auch die jugoslawischen Revisionisten dar, die die Theorie der „blockfreien Welt“ vertreten und entwickeln. Von welchen Blöcken halten sich denn diese Pseudomarxisten frei? Sie geben vor, sie seien blockfrei gegenüber den Pakten zu einer Zeit, da sie auf die Gründer dieser Pakte vollständig festgelegt sind. Sie dienen den Mächten, die in den Pakten die Führung haben, denn dank ihrer Gnade leben sie und halten sie sich an der Macht. Blockfrei, nicht verpflichtet sind diese Herren gegenüber der Revolution und den Befreiungskämpfen; mit der Konterrevolution und der imperialistischen Unterdrückung aber hängen sie voll und ganz zusammen. Diese „Theoretiker“ wiegeln die Revolution ab. Sie arbeiten mit den verlogenen Ideen über die Notwendigkeit von angeblichen Strukturreformen, von wirtschaftlichen Reformen, von neuen, angeblich kommunistischen Verwaltungsmethoden usw., die sie verbreiten, für die Festigung der Herrschaft des Imperialismus und der Macht des Kapitals.

Dagegen sind wir, die Marxisten-Leninisten, der Revolution verpflichtet, wir sind den Völkern verpflichtet, die für Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität kämpfen. Deshalb stehen wir an der Seite der Völker, die sich zu revolutionären und nationalen Befreiungskämpfen erheben, um sich von jeglichem Joch zu befreien. Wir sind dem gemeinsamen Kampf der Völker gegen den Imperialismus, den Sozialimperialismus und die Reaktion verpflichtet und deshalb stehen wir im Widerspruch zu den „Theoretikern“ der „Blockfreiheit“, die die Imperialisten um Almosen angehen und die für die Wahrung des Status quo sind.

Die modernen Revisionisten – die jugoslawischen, sowjetischen, chinesischen, „eurokommunistischen“-, die Sozialdemokraten usw. reden viel von der angeblichen Gleichberechtigung in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Staaten, von einer neuen Weltwirtschaftsordnung, von der Hilfe für die unentwickelten Länder usw. Doch in Wirklichkeit sind das alles nur Schlagwörter, die ausgegeben werden, um die Herrschaft des Kapitals aufrechtzuerhalten, um dem Kolonialismus und Neo-Kolonialismus das Leben zu verlängern. Dies ist eine heuchlerische Politik, und wir machen aus unserer Haltung ihr gegenüber keinen Hehl. Wir würden ein Verbrechen begehen, wenn wir die Wahrheit verhehlen würden. Wir betreiben niemals eine doppelzüngige Politik und kämpfen bis zum Schluss für die Wahrheit. Wir sehen die Dinge so wie sie sind und nennen sie beim Namen. Das tun wir, weil wir klar geurteilt haben, dass unsere Sache gerecht und ehrlich ist, deshalb sind wir davon überzeugt, dass sie siegen wird.

Ebenso sagen wir offen, dass die schönen Worte, die vor den Vereinten Nationen, auf den Konferenzen von Helsinki, Belgrad und anderswo um die Probleme der Abrüstung gemacht werden, Demagogie sind. Das ist das Gleiche, als wollte man Wasser im Mörser stoßen, wie unser Volk sagt. Auf Wunsch des Imperialismus wird sich die Abrüstung niemals verwirklichen lassen. Er hat das Monopol an den strategischen Waffen und die Überlegenheit bei den konventionellen Waffen nicht geschaffen, um abzurüsten, sondern um die Revolution und die Völker zu unterdrücken, um Aggressionskriege vom Zaun zu brechen. Vor vielen Jahren hat Stalin gesagt:

Die bürgerlichen Staaten betreiben eine wahnwitzige Auf- und Umrüstung. Wozu? Natürlich nicht zum Zeitvertreib, sondern zum Krieg. Den Krieg aber brauchen die Imperialisten, da er das einzige Mittel ist zur Neuaufteilung der Welt, zur Neuaufteilung der Absatzmärkte, der Rohstoffquellen, der Sphären für Kapitalanlagen“ (J. W. Stalin, Bd. 12, alb. Ausgabe, Seite 242-243).

Dieser Gedanke Stalins ist auch heute mehr als aktuell.

Die Abrüstung lässt sich nur erreichen, wenn sich die Völker zur Revolution erheben, wenn sie den Imperialisten die Waffen aus der Hand schlagen und sie wirkungslos machen. Ist diese Situation erreicht, dann gibt der Imperialismus, dessen Stärke in diesen Waffen liegt, seinen Geist auf.

In der heutigen Welt hat das Großkapital alle Staaten der Welt, die es durch Kredite, „Hilfen“ usw. versklavt hat, in ein Spinnennetz eingewoben. Es hat die Ansicht aufgebracht und nährt sie, dass kein Staat auf der Welt leben kann, ohne Kredite anzunehmen. Handelt jemand richtig und nimmt zum Aufbau seines Landes keine Kredite an, wie Albanien, so nennen das die Bourgeoisie und die Revisionisten „unzeitgemäß“, „wirklichkeitsfremd“. Zugleich bringen sie in übler Absicht die Kredite der Imperialisten und Kapitalisten mit dem Handel durcheinander, der zum gegenseitigen Vorteil betrieben wird, und der von keinem Teil den Einsatz der Freiheit, der Unabhängigkeit und der Souveränität verlangt. Das sozialistische Albanien treibt mit verschiedenen Ländern Handel und wird dies weiterhin tun, ohne vom Ausland irgendwelche Kredite anzunehmen.

Etwas ganz anderes ist die Hilfe, die ein sozialistischer Staat einem anderen sozialistischen Staat gibt. Diese Hilfe muss internationalistisch sein und darf auf keine Weise von üblen Absichten begleitet sein und auf die Unterwerfung des einen oder anderen Staates unter das Diktat des Stärkeren oder Größeren abzielen. Eine Hilfe, mit der solche anti-marxistischen Ziele verfolgt werden, ist nicht internationalistisch, sondern neo-kolonialistisch unter internationalistischem Deckmantel.

Bei sozialistischen Ländern ist die Hilfe gegenseitig. Die Hilfe, die uns die Sowjetunion zu Stalins Lebzeiten gab, war internationalistisch. Stalin hat mir persönlich gesagt, dass wir die Kredite, die sie uns geben, nicht sofort tilgen sollen, weil wir unbedingt unsere Wirtschaft wieder auf die Beine stellen und erholen müssen. Er tat dies, weil die Festigung des sozialistischen Albanien der revolutionären Bewegung und dem Kampf der Völker diente. Wie allerdings die Tatsachen bewiesen, hat die „Hilfe“ der jugoslawischen Revisionisten und danach der Chruschtschowianer und der Chinesen nicht diesen Charakter gehabt. Im Gegenteil, ihre „Hilfe“ war von hinterhältigen Absichten getragen und zielte darauf ab, Albanien zu einem Vasallen Jugoslawiens bzw. der Sowjetunion oder Chinas zu machen. Internationalisten waren diese „Verbündeten“ nur in Worten. Und was sie taten, war das Gegenteil von dem, was Lenin sagte:

Das Wesentliche ist nicht die `Proklamierung` des Internationalismus, sondern die Fähigkeit ..., wirklicher Internationalist zu sein“ (Lenin, Werke, Band 24, alb. Ausgabe, Seite 72).

Ihr wisst aus dem Brief, den unsere Partei und unsere Regierung der Partei und der Regierung Chinas schickten, dass die chinesische revisionistische Führung auf brutale und feindselige Weise die Kredite und Hilfen einstellte, die Wirtschafts- und Militärspezialisten aus unserem Land abzog und ihre in offiziellen Verträgen festgelegten Verpflichtungen bei einer Reihe von Werken nicht erfüllte. China war den abgeschlossenen Verträgen und den internationalen Normen nach verpflichtet, alles bis zum Letzten zu erfüllen. Jetzt will es mit uns noch nicht einmal mehr Handel zum gegenseitigen Vorteil treiben.

Dieses Vorgehen der chinesischen Führer entspringt der anti-marxistischen chauvinistischen Haltung eines großen Staates, der Absicht, der Sache des Sozialismus in Albanien zu schaden. Das Verhalten der chinesischen Führer unserem Land gegenüber beweist, dass auch die politische und ideologische Haltung, die sie gegenüber den Völkern der Welt einnehmen, heuchlerisch und hinterlistig ist.

Die Haltung unserer Partei und unseres Staates China gegenüber war stets korrekt, offen, aufrichtig und freundschaftlich. Die Haltung der chinesischen Führer Albanien gegenüber hatte zwar oberflächlich einen marxistisch-leninistischen Anschein, doch sie war, wie die Tatsachen zeigen, von dem Augenblick an, da die Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern hergestellt wurden, bis heute nicht marxistisch-leninistisch, sie war nicht aufrichtig, nicht wohlmeinend und nicht internationalistisch.

Die chinesische Führung hat die marxistisch-leninistischen Prinzipien in Bezug auf den Aufbau des Sozialismus und die Unterstützung der Sache der Revolution und der Befreiung der Völker nicht verteidigt und angewandt. Darin haben auch die fortwährenden außerordentlich undurchsichtigen und verworrenen Situationen in China, ebenso wie die ständige Änderung der chinesischen Strategie und Taktik hinsichtlich der internationalen Probleme ihren Ursprung. In der anti-marxistischen und pragmatischen Politik der chinesischen Führung wurzelt auch ihre feindselige anti-albanische Haltung, die zur Zerstörung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Albanien führte.

In unserem Brief wird aufgezeigt, dass die Partei der Arbeit Albaniens, in strikter Befolgung der Normen, die die Beziehungen zwischen zwei marxistisch-leninistischen Parteien und zwei sozialistischen Staaten regeln, ständig, so oft Meinungsverschiedenheiten in den Beziehungen zu China auftraten, vorgeschlagen hat, sich darüber zu unterhalten und die bestehenden Probleme auf dem Wege einer aufrichtigen Freundschaft zu lösen, ohne sie publik zu machen. Unsere Partei hat dies im Glauben und in der Hoffnung getan, dass beide Seiten von den offenen kameradschaftlichen Gesprächen profitieren könnten, in erster Linie in ideologischer und politischer Hinsicht.

Die chinesische Führung, Mao Tsetung und Konsorten, wie auch diejenigen, die gegenwärtig die Führung der Partei und der Regierung in China innehaben, hielten sich nicht an diese marxistisch-leninistische Verfahrensweise und wollten sich nicht daran halten. Sie lehnten Diskussionen über Meinungsverschiedenheiten, die seit langem zwischen uns bestanden, ab.

Die Partei der Arbeit Albaniens und das sozialistische Albanien haben sich mit China nicht für ein paar Brocken verbunden um diesen oder jenen Kredit zu bekommen, sondern um einer revolutionären Einheit, einer großen gemeinsamen Sache der Menschheit willen: für den Aufbau und die Festigung des Sozialismus und den Kampf gegen den Imperialismus, den Sozialimperialismus und alle Reaktionäre, gegen den modernen Revisionismus chruschtschowscher Art und aller anderen Schattierungen. Das war der große Grund, der uns mit China verband und nicht einfach, dass es unserem Land Kredite gab.

In einem vor kurzem in der chinesischen Presse Hua Kuo-fengs und Deng Hsiao-pings erschienenen Aufsatz wird behauptet, Mao Tsetung habe gesagt: Bitte kommt und kritisiert mich bei Tag und bei Nacht. Ich werde mich dann hinsetzen, zwei oder drei Nächte nicht schlafen und nüchtern darüber nachdenken. Wenn ich dann nachgedacht habe, werde ich aufrichtig Selbstkritik üben.“

In der „Theorie“ ist das ja ganz schön, aber wie sieht es in der Praxis aus? Da gilt das Gegenteil. Wir haben Mao Tsetung und die chinesische Führung nicht kritisiert, wir haben ihnen nur eine Reihe von Meinungen vorgetragen. Doch es ist eine Tatsache, dass sie unsere kameradschaftlichen Hinweise wie antagonistische Gegensätze aufgefasst haben, und Mao Tsetung selbst erklärte, er werde darauf nicht antworten, da er mit uns keine Polemik wünsche“.

Dennoch hat die Partei der Arbeit Albaniens, als sie sah, dass China immer mehr in den revisionistischen Sumpf versank, der chinesischen Führung auch weiterhin die nötigen kameradschaftlichen Hinweise gegeben und um Diskussionen und Beratungen mit ihr ersucht. Doch sie lehnten diese Diskussionen und Beratungen immer wieder ab. Für uns ist mehr als klar, dass die chinesischen Führer so handelten, weil sie sich auf schwachen Positionen befanden und der harten marxistisch-leninistischen Logik der Partei der Arbeit Albaniens nicht standhalten konnten.

Sie waren nicht für Gespräche und Konsultationen mit uns, weil sie wollten, dass wir ihre Ansichten und ihr Diktat widerspruchslos akzeptierten. Die chinesische Führung unternahm bekanntlich durch Tschou En-lai und Konsorten eine Reihe von Erpressungsversuchen, um uns ein Militärbündnis mit Jugoslawien und Rumänien aufzuzwingen, Gewiss war dieses Bündnis geplant, um Chinas Absichten gegen die Sowjetunion auf dem Balkan zu verwirklichen und einen imperialistischen Weltkrieg anzuheizen. Diese Versuche der Chinesen haben wir zurückgewiesen. Doch sie betrieben ihre Verschwörung gegen das sozialistische Albanien, gegen die Partei der Arbeit und ihre Führung weiter. Im Bemühen, dies zu verwirklichen, stachelten sie die verräterische und Sabotagetätigkeit der Putschistengruppe um Beqir Balluku, Abdyl Këllezi, Koço Theodhosi und die anderen an und organisierten sie. Doch diese wurden von unserer Partei und unserem Volk in die Schranken gewiesen. So ließen wir den Chinesen die Bombe in der Hand platzen. Nun blieb den chinesischen Führern nichts anderes mehr übrig, als zum letzten Mittel zu greifen, von dem sie glaubten, dass es in Albanien und in der Welt große Wirkung zeigen würde: sie fassten ihren willkürlichen und wortbrüchigen, feindseligen Beschluss, stellten die Kredite an Albanien ein und zogen ihre Spezialisten aus unserem Land ab.

Mit diesem Akt, den die chinesischen Führer gegen uns unternahmen, glaubten sie, wir wären ein „Fisch auf dem Trockenen“ und könnten nicht anders, als jemand die Hand hinhalten. Dieser „Jemand“ konnte ihrer Meinung nach die revisionistische Sowjetunion oder der amerikanische Imperialismus und die anderen Kapitalisten sein. Doch sie scheiterten und werden mit ihren anti-marxistischen Ansichten scheitern. Albanien wird vorwärtsschreiten und den Sozialismus aus eigener Kraft aufbauen, es wird nie und nimmer dem sowjetischen Sozialimperialismus oder dem amerikanischen Imperialismus oder irgendeinem anderen kapitalistischen oder revisionistischen Staat die Hand hinhalten.

Den „Vorwand“ für ihren offenen Kampf gegen unsere Partei fanden Hua Kuo-feng und Deng Hsiao-ping in der Linie unseres 7. Parteitags, wo die sogenannte Theorie der „drei Welten“ kritisiert und zurückgewiesen wurde. Sie beschuldigten uns, auf dem 7. Parteitag seien China und Mao Tsetung öffentlich angegriffen worden. In Wirklichkeit hat der 7. Parteitag weder China noch Mao Tsetung angegriffen, sondern theoretisch und politisch die anti-marxistische „Drei-Welten“-Theorie entlarvt, von wem auch immer sie stammen mochte, ob von Mao Tsetung oder Deng Hsiao-ping.

Zu einer Zeit, da diese „Theorie“ begonnen hatte, der revolutionären Bewegung auf der Welt großen Schaden zuzufügen, da die chinesischen Führer bestrebt waren, sie der marxistisch-leninistischen Bewegung als Generallinie aufzuzwingen, hätte es für die Partei der Arbeit Albaniens und alle wahren marxistisch-leninistischen Parteien keine Entschuldigung dafür gegeben, sie nicht zu kritisieren und zu antlarven. Inzwischen war klar, dass diese „Theorie“ die chauvinistischen Ansichten eines großen Staates zugrunde lagen, eines Staates und einer Partei, die den anti-marxistischen Weg, den sozialimperialistischen Weg beschritten.

China, das sich als sozialistisches Land ausgab, bezog sich selber in die „dritte Welt“ ein, und das geschah nicht ohne bestimmte Absicht, nicht ohne Grund. Der Hauptgrund war, dass es kein wahrhaft sozialistisches Land, dass seine Führung keine Führung mit einer marxistisch-leninistischen Linie war, sie strebte nicht den Aufbau des wahren Sozialismus in China an und kämpft nicht gegen den Kapitalismus, den Imperialismus, den Sozialimperialismus und die Reaktion.

China schloss sich in der Absicht in die „dritte Welt“ ein, diese Welt zu beherrschen und zu einer kapitalistischen Großmacht, zu einer Supermacht zu werden. Um das zu werden, musste es jedoch zunächst seinen Einfluss, in erster Linie seinen ideologischen und politischen Einfluss in den Kontinenten konsolidieren, um damit Chinas Ziel, sich eigene Einflussbereiche zu verschaffen und Absatzmärkte für sich zu finden, zu verwirklichen. Diese reaktionäre Ziel wurde mit der Parole getarnt, China sei ein sozialistisches Land, es kämpfe für die Befreiung der Völker und diese müssten sich, um sich zu befreien, mit China, den Vereinigten Staaten von Amerika und allen Kapitalisten der Welt vereinigen, um den Hauptfeind der Menschheit, die Sowjetunion, zu bekämpfen. Die Theorie der „drei Welten“ ist also in sich selbst in Theorie und Praxis eine kapitalistisch-imperialistische Theorie.

Warum ist für China die Sowjetunion der Hauptfeind der Menschheit, obwohl allgemein bekannt ist, dass der sowjetische Sozialimperialismus und die Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsam die Hauptfeinde sind? Die sozialimperialistische Sowjetunion ist für China der Hauptfeind, nicht nur weil sie über ein großes wirtschaftliches und militärisches Potential verfügt, sondern auch weil diese beiden Staaten darin miteinander rivalisieren, die Völker zu täuschen und über sie zu herrschen, indem sie sich als sozialistische Länder ausgeben. Außerdem hegt China expansionistische Absichten in Richtung auf Sibirien, und andere Gebiete der Sowjetunion, auf die Mongolei und Zentralasien.

Natürlich können diese Ziele nicht ohne Krieg erreicht werden. Darum wählte sich China, um stärker zu werden, die Vereinigten Staaten von Amerika und den Weltkapitalismus zum Partner, die in Konkurrenz mit dem sowjetischen Sozialimperialismus stehen. So können die beiden, die USA und China, das „mächtige Paar“ bilden, das die Sowjetunion zerschlägt und die Welt beherrscht. Später dann, wenn es die Möglichkeit dafür sieht, wird sich China auch gegen den amerikanischen Imperialismus wenden, um als einzige imperialistische Supermacht übrigzubleiben.

China, das anstrebt, eine neue Supermacht zu werden, fährt fort, auf der ganzen Welt seine Hegemoniepolitik durchzuführen. In diesem Rahmen muss auch der Vertrag angesehen werden, den es mit Japan abgeschlossen hat, das heißt sein Bund mit einer hegemonistischen Macht gegen eine andere hegemonistische Macht, die Sowjetunion. Unter den gegebenen Bedingungen bringt auch dieser Vertrag, ebenso wie das Bündnis mit dem amerikanischen Imperialismus und der kapitalistischen Bourgeoisie dem chinesischen Volk und den anderen Völkern nichts Gutes. Er stachelt im Gegenteil zum Krieg an, er hat rassistischen Charakter. Nur wenige Tage nach Unterzeichnung des chinesisch-japanischen Vertrags empfahl Deng Hsiao-ping den tollwütigen japanischen Militaristen, ihr „Verteidigungspotential“ zu verstärken und auch weiterhin unter dem „atomaren Schirm“ des amerikanischen Imperialismus zu bleiben, da dies zum „gegenseitigen Vorteil“ für beide Länder, für Japan und für China, sei!

Genauso ist der Besuch Hua Kuo-fengs in Rumänien und Jugoslawien eine Fortsetzung des Plans der chinesischen Führung, Tschou En-lais und Konsorten, Staatenblöcke gegen den sowjetischen Sozialimperialismus zu schaffen oder zu animieren und Provokationen vor allem in Europa zu verüben, wo es den dritten Weltkrieg gern hätte, bei dem die Sowjetunion, die USA und die europäischen Länder aneinander geraten und sich gegenseitig zerstören sollen, während China diesem Weltbrand entgeht. Ein solches Vorgehen, das zum imperialistischen Weltkrieg aufstachelt, das Lenin seinerzeit ein Verbrechen nannte, ist nicht nur anti-marxistisch, sondern lässt sich auch nicht verwirklichen. Es lässt sich nicht verwirklichen, weil sich der Weltkapitalismus und die Imperialisten nicht von China sagen lassen, wann, wie und wo sie Krieg führen sollen. Sie haben ihre eigenen teuflischen Pläne.

Nur Menschen, die keinen Verstand im Kopf haben, können auf die Intrigen der chinesischen Führung hereinfallen und als Folge eine Katastrophe verursachen. Dieser Katastrophe müssen wir Marxisten-Leninisten nicht nur unsere Wachsamkeit entgegensetzen, um ihren Ausbruch zu verhindern, denn sie wird auf Kosten der Völker gehen. Die Völker sind es, die mit ihrem Blut für die expansionistischen Ziele einer handvoll Kapitalisten, ob es nun die amerikanischen, die sowjetischen, die deutschen, die japanischen oder die chinesischen sind, zu bezahlen haben.

Die Kriegspläne können nicht vereitelt werden, wenn die Völker nicht den Imperialisten und dem Kapital das Leben unmöglich machen, wenn sie sich nicht zur Revolution erheben und wenn sie nicht gegen den Faschismus und alle Kriegstreiber kämpfen.

Der Besuch Hua Kuo-fengs in Belgrad beweist, dass China weder ein sozialistisches Land ist, dass es sich von der marxistisch-leninistischen Ideologie weder leiten ließ noch lässt. Die chinesische Führung stimmt ideologisch mit dem jugoslawischen Revisionismus völlig überein. Sie bemüht sich, den Titoismus mit chinesischem Karmesin zu bepinseln, genauso wie auch die Chruschtschow-Revisionisten, die „Eurokommunisten“ usw. verfahren sind und weiter verfahren. Tito seinerseits schlug „weitherzig“ eine Seite im Buch um und sagte, nun werde ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen China und Jugoslawien eröffnet. Ganz gewiss wird sich die Freundschaft zwischen ihnen im Interesse des Kapitalismus, in diesen beiden Ländern und im Interesse des Weltkapitalismus entwickeln.

Mit seiner marxistisch-leninistischen Haltung gegenüber der chinesischen Politik mahnt Albanien die Völker Jugoslawiens und der anderen Balkanvölker, wachsam gegenüber den Intrigen der chinesischen Führung zu sein, so wie sie auch gegenüber den Intrigen und Verschwörungen der amerikanischen Imperialisten und der sowjetischen Sozialimperialisten wachsam sein müssen, da die Verwirklichung dieser Verschwörungen großes Unheil über die Völker bringen würde.

Der Chef der chinesischen Revisionisten und Freund von Generälen und Marschällen, Hua Kuo-feng, kam während seines Besuches in Jugoslawien bis nahe an unsere Grenzen heran, um gegen das sozialistische Albanien und die anderen Balkanländer Intrigen zu schmieden.

Unter anderem trat er auch in der Rolle des Provokateurs gegen die albanische Nation auf. „Sehr schön und auf marxistisch-leninistischem Weg“ gelöst fand er die Frage der albanischen Minderheiten in Jugoslawien, die vom Junker Bismarck, von den Beaconsfields und Lord Grays heraufbeschworen wurde, deren Geheimverträge gegen Albanien von Lenin entlarvt und zerfetzt wurden. Hua Kuo-feng „vergaß“, dass die Albaner, die in Jugoslawien leben, sowohl nach der Ausdehnung ihrer Gebiete, als auch nach ihrer Zahl so groß wie zwei Republiken Jugoslawiens und mehr sind. Sie sind ein einziges Volk, sie wurden in zwei Republiken und ein autonomes Gebiet verstreut, weil es für „die korrekte marxistisch-leninistische Lösung“, die Hua Kuo-feng so sehr pries, nützlich war. Wir möchten Herrn Hua Kuo-feng darauf hinweisen, dass die Freunde, von denen er empfangen wurde, ihm nicht die Armut und die fehlenden verfassungsmäßigen Rechte zeigten, die sie den Albanern besonders in Mazedonien, wo er es für passend hielt, dieses Problem aufzuwerfen, vorenthalten.

Wir sagen ihm – und er sollte es eigentlich inzwischen begriffen haben - , dass der Albaner weder Joch noch Diktate duldet, dass er Erpressungen nicht fürchtet. Erzürnt das albanische Volk nicht, es ist duldsam, doch wenn der Albaner zornig wird, dann fangen auch die Steine Feuer.

In der Rede, die er auf dem Hauptbankett vor Tito und anderen jugoslawischen Offiziellen hielt, erwähnte Hua Kuo-feng den Marxismus-Leninismus nicht, und er hatte auch keinen Grund dafür, da er nicht an ihn glaubt. Er erwähnte auch die Theorie der „drei Welten“ nicht, so wenig wie die Einbeziehung Chinas in die „dritte Welt“. Dafür rühmte er ständig die „Bewegung der Blockfreien“. Das tat er nicht, um Tito ein Kompliment zu machen, der sich für den Anführer der „blockfreien Welt“ ausgibt, sondern weil China und Hua Kuo-feng darauf spekulieren, nach Titos Tod, den ersten Platz in der „Bewegung der Blockfreien“ einzunehmen. Doch auch diese Rechnung der chinesischen revisionistischen Führung wird nicht aufgehen.

Die Absichten Chinas werden auf jeden Fall entlarvt werden, doch sie sind sehr gefährlich, ebenso gefährlich wie die der Sowjetunion, der USA und der anderen kapitalistischen Länder. Die Partei der Arbeit Albaniens handelt richtig, wenn sie die anti-marxistischen Theorien und die anti-marxistische Tätigkeit der chinesischen Führung entlarvt, die die sogenannten Mao Tsetung-Ideen zur Grundlage haben, die niemals marxistisch-leninistisch gewesen sind, noch sein können. Das behaupten wir, und wir behaupten es an Hand von theoretischen und konkreten Tatsachen.

Wir wollen und wir kämpfen dafür, dass die Völker der Welt und das Weltproletariat sich von Schlagwörtern wie „dritte Welt“, „blockfreie Welt“ nicht täuschen lassen und sich bei ihrem siegreichen Kampf gegen den Weltkapitalismus, gegen die Unterdrückung und Versklavung durch die Kolonialisten und Neokolonialisten auf Marx, Engels, Lenin und Stalin stützen.

Genossen,

in unseren Beziehungen zum Ausland verfolgten und verfolgen unsere Partei und unsere Regierung eine offene und korrekte Politik. Wenn unsere Partner wahre Marxisten-Leninisten sind, dann entwickeln sich die Beziehungen mit ihnen auf dem Weg der Freundschaft, der brüderlichen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Hilfe. Mit den kapitalistischen und den revisionistischen Staaten unterhalten wir kulturelle und Handelsbeziehungen zum gegenseitigen Vorteil, unter der Bedingung, dass dabei die Gleichberechtigung, die Souveränität und die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen respektiert werden. Die Handelsbeziehungen mit diesen Ländern können auf keinen Fall unsere marxistisch-leninistische Politik und Ideologie beeinflussen.

Möglich, dass ein kapitalistisches Land mit unserem sozialistischen Land keinen Handel treiben will. Diese Tatsache zwingt uns aber weder unsere Farbe noch unsere Politik, noch unsere Ideologie zu wechseln. Wenn es einer nicht will, gibt es andere kapitalistische Länder, mit denen wir Handel treiben können.

Unsere politische und ideologische Haltung gegenüber den kapitalistischen und revisionistischen Staaten haben wir eindeutig bestimmt. Wir kämpfen gegen ihre Ideologie, ihre Politik, ihre Methoden und Handlungen, ebenso wie sie gegen den Marxismus-Leninismus, gegen die Revolution, gegen den Sozialismus kämpfen. Wir unterstützen die Befreiungsbewegungen, wir solidarisieren uns mit den marxistisch-leninistischen Parteien und arbeiten mit ihnen zusammen, um der proletarischen Revolution und dem nationalen Befreiungskampf zu helfen, wir mischen uns aber weder durch Diversion, noch durch einen bewaffneten Angriff ein.

Neben den Handelsbeziehungen unterhalten wir zu vielen Ländern der Welt auch kulturelle Beziehungen, und wir möchten diese Beziehungen weiterentwickeln. Man muss sich die fortschrittliche Weltkultur aneignen, doch wir sind nicht dafür, jeder „Kultur“ die Tore zu öffnen. Im sozialistischen Albanien verlangen es die Interessen des Sozialismus und der Revolution, dass jene fortschrittliche Kultur verbreitet wird, die der allseitigen kommunistischen Erziehung der Werktätigen dient und zur Annäherung und zur Freundschaft zwischen den Völkern beiträgt. Wir streifen nicht zwischen „Hundert Blumen“ und „Hundert Schulen“ umher, auch fallen wir bei der Beurteilung der Errungenschaften der fortschrittlichen Weltkultur und Weltliteratur nicht von einem Extrem ins andere. Die Partei lehrt uns gegenüber der fortschrittlichen Weltkultur nicht xenophob [ = fremdenfeindlich – Anmerkung ] zu sein.

Natürlich ist die sorgfältig ausgewählte große fortschrittliche Erfahrung und Kultur der Welt ein großer Schatz, der von allen genutzt werden muss. Es muss betont werden, dass es nicht nur unsere Aufgabe ist, aus der ausländischen Kultur zu schöpfen, sondern auch unsere Kultur zu verbreiten. Wir schätzen die fortschrittliche Kultur der anderen, aber wir müssen ebenso dafür arbeiten, dass auch sie die Schätze unserer alten wie unserer heutigen sozialistischen Kultur kennen- und schätzen lernen.

Die Feinde werfen uns vor, wir hätten der kulturellen und wissenschaftlichen Kommunikation mit dem Ausland die Tore verschlossen ! Das ist nicht wahr. Der fortschrittlichen Kultur und der wahren Wissenschaft der Welt standen unsere Türen stets offen, denn wir sind am Fortschritt interessiert. Doch wir haben stets erklärt, dass wir niemals die Wünsche derer erfüllen werden, die gerne möchten, dass wir der entarteten und dekadenten Kultur die Türen öffnen, wie es der Feind unserer Partei Fadil Paçrami zu tun versuchte, der die gesunden Traditionen unserer nationalen Kunst und Literatur leugnete und bekämpfte und die Verbreitung der fremden modernistischen Einflüsse und Erscheinungen förderte und unterstützte. Die Partei der Arbeit Albaniens und unser Staat der Diktatur des Proletariats bleiben in dieser Hinsicht wachsam. Sie wissen, wie sie sich zu schützen haben, wie die Spreu vom Weizen zu trennen ist, darum ist es ihnen egal, was die Böswilligen über sie sagen.

Wenn wir für die Entwicklung von kulturellen und Handelsbeziehungen mit anderen Staaten sind, wenn wir dem Wunsch nach freundschaftlichen Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil Ausdruck geben, so soll das nicht heißen, dass wir auf unsere Prinzipien und unsere Standpunkte verzichten müssen. Der Anspruch der jugoslawischen Revisionisten, der anderen Revisionisten und der Kapitalisten, wir dürften sie solchen Beziehungen zuliebe nicht entlarven, solange auch sie uns nicht angreifen, ist absurd. Es ist überhaupt nicht wahr, dass sie uns nicht angreifen. Ihr Angriff auf uns, auf den Sozialismus, auf Marx, Engels, Lenin, Stalin und die Diktatur des Proletariats ist offensichtlich und ständig. Wenn sie sich das Recht nehmen, ihre Ideen zu verfechten und ihre Politik zu betreiben, weshalb jammern sie dann darüber, dass auch wir von unserem Recht Gebrauch machen, unsere Ideen zu verteidigen und unsere Politik zu machen?

In unseren Beziehungen zu den kapitalistischen und revisionistischen Staaten tragen wir ebenso der konkreten Haltung dieser Staaten gegenüber unserem Land Rechnung. Ausgehend von dieser Haltung betrachten wir diejenigen gesondert, die uns gegenüber wohlwollend sind, die für eine freundschaftliche Annäherung und für normale kulturelle und Handelsbeziehungen mit unserem Land sind. Mit Staaten wie den nordischen Ländern, Österreich, Belgien, Frankreich, Holland, der Schweiz usw. können sich die Handelsbeziehungen unseres Staates zum gegenseitigen Vorteil entwickeln, ebenso wie die kulturellen Beziehungen mit ihnen besser entwickelt werden können. Wir sind daran interessiert, dass die Völker dieser Länder die Politik unserer Partei und unseres Staates sowie die Erfolge beim Aufbau des Sozialismus in Albanien kennenlernen. Ebenso haben wir ein Interesse daran, dass auch wir ihre Völker, die guten Werke, die sie geschaffen haben, kennenlernen, damit die gegenseitige Sympathie zwischen unseren Völkern wächst.

Unter den kapitalistischen Staaten gibt es auch solche, die in der Vergangenheit gegen die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes aktiv waren. Diesen Staaten gegenüber bleibt Albanien wachsam, auch weil die Lage in einigen von ihnen nicht ruhig ist, dort wurden faschistische Elemente wiederbelebt, die dem albanischen Volk in der Vergangenheit großen Schaden zugefügt haben. Wir meinen, und das ist legitim, dass die Staaten, die Albanien gegenüber Verpflichtungen haben, diese so bald wie möglich einzulösen haben, wenn sie die Beziehungen mit uns normalisieren wollen.

Mit Italien werden wir weiterhin handel zum gegenseitigen Vorteil betreiben und auch die kulturellen Beziehungen entwickeln. Doch die historischen Tatsachen zwingen uns, alle Ereignisse, die dort stattfinden und die auch unser Land gefährden, mit großer Wachsamkeit zu beobachten.

Mit der jugoslawischen revisionistischen Führung haben wir unversöhnliche ideologische und politische Widersprüche. Deshalb bleiben wir ihrer Politik gegenüber stets wachsam. Dennoch sind wir, auf der Grundlage der Respektierung der Souveränität, der Nichteinmischung, der guten Nachbarschaft und des gegenseitigen Vorteils, für die normale Fortsetzung der kulturellen und Handelsbeziehungen mit Jugoslawien. Wir wollen mit den Völkern Jugoslawiens in Freundschaft und in unseren Rechten leben. Wir sagen ihnen unsere Ansichten offen, unsere Absichten waren stets gut und werden es immer bleiben. Unsere Erklärungen sind unverrückbar.

Mit Griechenland haben wir freundschaftliche Beziehungen. Mit dem griechischen Volk wollten wir stets in guter Nachbarschaft leben, und wir wollen es auch heute. Die heutige griechische Regierung entsprach unserem Wunsch, dass an den Grenzen zwischen beiden Ländern Ruhe herrsche. Diese ihre realistische Haltung ist gut. Die Beziehungen auf dem Gebiet des Handels und der Kultur entwickeln sich in befriedigender Weise. Wir sind bereit, auf diesem Weg weiterzuschreiten, der zum Wohl unserer beiden Völker ist, und haben den Wunsch, dass wir einander stets aufrichtige Freunde sein mögen. Das albanische Volk stellt fest, dass auch das griechische Volk für diese Freundschaft ist.

Auch zur Türkei unterhalten wir freundschaftliche Beziehungen, gute kulturelle und Handelsbeziehungen, die wir weiter auszubauen wünschen. Wir stellten mit Befriedigung fest, dass das türkische Volk und maßgebende türkische Persönlichkeiten die Vorstellungen unserer Kunstensembles in ihrem Land, die die Freundschaft zwischen den Völkern festigen, mit Begeisterung und Herzlichkeit aufgenommen haben.

Eine traditionelle Freundschaft verbindet unser Land und unser Volk mit den arabischen Ländern und Völkern. Unsere Beziehungen zu ihnen entwickeln sich auf normalem Weg. Wir unterstützen ihren gerechten und entschlossenen Kampf für die Befreiung der von Israel besetzten Gebiete, wir unterstützen den gerechten und heroischen Kampf, den das arabische palästinensische Volk führt, um seine nationalen Rechte zu gewinnen.

Der Staat Israel ist ein vom internationalen Zionismus und Imperialismus auf Kosten der arabischen Völker und besonders des palästinensischen Volkes fabrizierter Staat.

Zu versuchen, die Diaspora der Jahrhunderte zu sammeln und eine jahrtausende alte Nation und Nationalität zu liquidieren und so eine neue Diaspora und eine „moderne“ Tyrannei zu schaffen, den Völkermord zu praktizieren, die Rechte und Freiheiten einer Nation unter dem Vorwand zu beseitigen, es handele sich um eine zweifelhafte Nationalität – das wird von den fortschrittlichen Nationen und Völkern der Welt verurteilt, und früher oder später wird sich der Groll in einen blutigen nationalen Befreiungskampf verwandeln, wie das jetzt mit dem heroischen palästinensischen Volk geschieht.

Die Verfolgungen und Greueltaten an den Nationen oder an Teilen einer Nation, wie es bei den Arabern und den Palästinensern der Fall ist, können nicht dadurch vertuscht werden, dass diese verdammenswerten Akte, die nach Unterdrückung riechen, mit verlogenen Märchen von „Irredentismus“, „Chauvinismus“, „Nationalismus“ verhüllt werden. Das albanische Volk, das über Jahrhunderte hinweg gegen Tyrannei gekämpft hat, wird stets die Freiheiten und Rechte der Völker, besonders des palästinensischen Brudervolkes verteidigen. Das albanische Volk verletzt die Rechte von niemandem, aber seine eigenen Rechte und die Rechte dessen, der im Recht ist, verteidigt es beharrlich, mutig und tapfer.

Die arabischen Völker sind unablässig der zionistisch-imperialistischen Aggression und den wütenden und äußerst gefährlichen Verschwörungen der beiden Supermächte und der übrigen imperialistischen Mächte ausgesetzt. Gegenwärtig werden allseitige Versuche unternommen, sie noch tiefer zu spalten, sie gegeneinander aufzuhetzen, weil nur so die hegemonistischen Ziele der Imperialisten im gesamten Raum des Nahen Ostens leicht verwirklicht und die Grenzen dessen, was der internationale Zionismus den „großen israelischen Staat“ nennt, gesichert werden können, damit das Erdöl der Nahost-Länder weiterhin von den amerikanischen, sowjetischen und anderen Großmonopolen geraubt werden kann.

Die arabischen Völker aber, die uralte kulturelle Traditionen haben und die über Jahrhunderte hinweg mit Tapferkeit für ihre Freiheit und Unabhängigkeit gekämpft haben, werden es verstehen, mit den neuen Situationen fertig zu werden und sie werden mit Sicherheit alle anti-arabischen Verschwörungen zerschlagen, ihre Einheit festigen und auf dieser kämpferischen Grundlage ihren Kampf bis zum vollständigen Sieg über die zionistischen und imperialistischen Feinde voranführen.

Wie in der Vergangenheit sind unsere Partei und unser Volk auch heute solidarisch mit dem gerechten Kampf und den mutigen Anstrengungen der Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gegen den Imperialismus, Sozialimperialismus, Kolonialismus und Neo-Kolonialismus, gegen Rassendiskriminierung, Ausbeutung und Unterdrückung, für nationale und soziale Befreiung, für die Festigung ihrer Unabhängigkeit und Souveränität, und sie unterstützen diesen Kampf nach wie vor. Wir wserden den Befreiungskampf der Völker Simbabwes, Namibias und Asanias gegen die Rassenregime und die imperialistischen Einmischungen stets unterstützen.

Das albanische Volk verurteilt die Intrigen und Verschwörungen, die von den chinesischen Sozialimperialisten gegen das vietnamesische Volk geschmiedet werden. Wir sind der Ansicht, dass der Konflikt zwischen Vietnam und Kambodscha, zwischen zwei Brudervölkern, auf dem Weg der Verhandlungen und ohne Einmischung von außen, im Interesse der Unabhängigkeit und Souveränität der beiden Länder gelöst werden muss.



Der Fortschritt unserer Wirtschaft und Kultur erhöht den Wohlstand der Werktätigen und stärkt die Verteidigung des Vaterlandes



Liebe Genossen und Genossinnen,

die Entwicklung der Produktivkräfte, die Vervollkommnung der sozialistischen Produktionsverhältnisse und der Methoden der Leitung und der Verwaltung des Volksvermögens bewirkten, dass unsere Wirtschaft ständig voranschreitet, dass sich der Wohlstand der werktätigen Massen und ihr kulturelles und Bildungsniveau erhöhen.

Die beiden wichtigsten und entscheidenden Zweige unserer sozialistischen Wirtschaft, die Industrie und die Landwirtschaft, entwickelten sich bis zu jenem Niveau, das sie in der Lage sind, die Bedürfnisse der werktätigen Massen in befriedigender Weise zu erfüllen.

Unsere Industrie ist modern. Um sie ins Laufen bringen zu können, musste unser sozialistischer Staat nicht nur die verschiedenen Fabriken, sondern auch eine Reihe von Wasser- und Wärmekraftwerken bauen, die vollständig in Betrieb genommen wurden bzw. werden.

Der Bau von Wasserkraftwerken hat eine Stufe erreicht, dass nicht nur die nötige Energiebasis geschaffen wurde, sondern auch die Arbeiter, Techniker und Ingenieure befähigt wurden und nun vollkommen in der Lage sind, mächtige Wasserkraftwerke zu errichten, deren Bau aus eigenen Kräften wir planen. Diese Arbeit wird unser Staat auch in Zukunft fortsetzen, mit dem Ziel, noch mehr Elektroenergie zu produzieren und alle hydroenergetischen Möglichkeiten unseres Landes zu nutzen.

Unsere Schwerindustrie ist erstarkt und schreitet voran. Diese Tatsache hat große Bedeutung, da ihre Entwicklung bekanntlich allen Zweigen der Wirtschaft die Möglichkeit gibt, rasche Fortschritte zu machen. Dieser Erfolg konnte gestützt auf unsere eigenen inneren materiellen und menschlichen Kräfte erreicht werden. Die Schwerindustrie besteht bekanntlich in erster Linie in der Förderung und Verarbeitung der mineralischen Grundstoffe. Die verschiedenen Mineralien, vom Erdöl bis hin zum Chrom und den Polymetallen, sind ein großer Reichtum unseres Landes. Diesen Reichtum, der unserer Wirtschaft die sehr wertvollen und unersetzlichen Rohstoff sichert, beuten wir rationell aus. Bisher wurden in unserem Land Vorräte an Bodenschätzen für einige Jahrzehnte erschlossen. Wir werden in Zukunft weitere Lagerstätten von Mineralien erschließen, an denen unser Erdinneres reich ist, nicht nur was ihre Menge und Qualität, sondern auch ihre Vielfalt anbelangt. Und wir werden ihrer zukünftigen Verarbeitung im Land noch größere Perspektiven eröffnen. So wird unsere Industrie weiter wachsen und erstarken, und unser Export wird zunehmen. Dies wird das weitere Erstarken unseres sozialistischen Vaterlandes gegenüber jeder Gefahr mit sich bringen.

Unser Volk kennt die vielen Bergwerke, die in allen Teilen des Landes erschlossen wurden. Gemeinsam mit den entsprechenden Spezialisten leistet es seinen Beitrag und hilft bei der Schürfung und bei der Erschließung der Lagerstätten. Albanien ist eines der wenigen Länder Europas mit Erdölvorkommen, es ist ein Land mit einem großen Reichtum an Chrom, Kupfer und vielen anderen Mineralien. An der Förderung dieser Bodenschätze arbeiten Zehntausende von Arbeitern und Spezialisten, die sich besondere Fähigkeiten bei der Erschließung und Verarbeitung der Mineralien erworben haben und weiter erwerben. Es ist ein großer Erfolg, der unser Volk freut, dass seine Söhne mit ihren geschickten Händen und ihrem wachen Verstand die großen Reichtümer des Erdinneren, über die das Land verfügt, zutage fördern und sie in kostbare Werte für seinen Wohlstand verwandeln. Der Fortschritt und das Gedeihen unserer sozialistischen Wirtschaft verlangen unter anderem wissenschaftliche und technische Kenntnisse, hohe Disziplin, ein reines Bewusstsein, Geduld und Reife. Darum hat die Partei die Aufgabe gestellt, dass unsere Menschen ununterbrochen lernen, sich Wissen und die Wissenschaft aneignen und diese rationell und im allgemeinen Interesse anwenden.

Wir fördern nicht nur Mineralien, sondern haben auch verschiedene Kombinate und Fabriken gebaut, in denen sie verarbeitet werden. In erster Linie haben wir unsere Eisennickelindustrie aufgebaut, die zu einem Teil fertig ist und die Produktion aufgenommen hat, zum anderen Teil aber noch nicht, und zwar wegen der Schwierigkeiten, die uns aus dem verräterischen und feindlichen Handeln der chinesischen Führung unserem Land gegenüber entstanden sind. Doch die Partei hat alle Maßnahmen getroffen, um das Metallurgische Kombinat „Der Stahl der Partei“ vollkommen fetigzustellen.

Aus eigenen Kräften haben wir auch andere Fabriken für die Verarbeitung und Anreicherung der Mineralien errichtet. Alle diese Industriezweige werden wir auf der Grundlage der bekannten Lagerstätten, der vorhandenen Vorräte und jener, die in Zukunft geschaffen werden, noch vervielfachen. Die Perspektiven sehen so aus, dass wir unser Kupfer und unser Eisen haben, die wir für unsere Industrie in Zukunft brauchen, dass wir mehr Zement, mehr Traktoren, mehr Zucker haben werden usw.

Zusammen mit diesen Fabriken und Kombinaten haben wir auch eine fortgeschrittene und leistungsfähige metallverarbeitende Industrie errichtet, die in der Lage ist, die Fabriken, die wir gebaut haben, instandzuhalten, sie zu modernisieren und darüber hinaus komplette neue Fabriken und Produktionsstätten herzustellen. Wir planen, neue Fabriken vollständig aus eigenen Kräften zu bauen.

Die Partei und die Volksmacht schufen und erzogen eine bewusste, politisch und ideologisch hochstehende Arbeiterklasse, die unter Leitung der Partei die Gesellschaft auf dem Weg des Sozialismus führt. Damit die Arbeiterklasse ihre historische Mission besser erfüllen kann, muss sie sich unbedingt die marxistisch-leninistische Theorie und die Lehren der Partei, ihre Ratschläge und Weisungen aneignen und in der Praxis anwenden. Sie muss verstehen, dass die festigung und die Reinheit des Bewusstseins, das kühne Handeln auf der Plattform der Politik, der Wirtschaft und der Verteidigung angesichts der großen feindlichen und korrumpierenden Woge der Imperialisten und Revisionisten auf der Welt für die Einheit unserer Nation besondere Bedeutung haben.

Die Landwirtschaft ist der andere sehr wichtige und grundlegende Sektor unserer Wirtschaft. Sie schreitet voran und gedeiht, weil die Partei zu ihrer Entwicklung auf sozialistischem Weg die leninistische Linie der Kollektivierung angewandt hat. Wie ihr wisst, haben wir es geschafft, unseren Bedarf an Brotgetreide im Land zu decken, hohe Erträge an Weizen, Mais und anderen landwirtschaftlichen Kulturen zu erzielen. Die Erträge der landwirtschaftlichen Produktion werden steigen, weil das Ackerland zusammengelegt, weil die kollektive Arbeit organisiert wurde, weil das politisch-ideologische Bewusstsein der Genossenschaftsbauern gewachsen ist, weil die landwirtschaftlichen Arbeitsvorgänge mechanisiert wurden, weil Kunstdünger verwendet und die Pflegearbeiten sorgfältig durchgeführt werden, weil die Viehzucht entwickelt wurde usw. Diese Faktoren schufen viele Möglichkeiten und werden in Zukunft noch mehr Möglichkeiten schaffen, um unsere sozialistischen Landwirtschaft unaufhaltsam zu entwickeln.

In unserem genossenschaftlichen Dorf hat sich in erster Linie eine gesunde Weltanschauung in Bezug auf die große Bedeutung des gemeinsamen Eigentums und die Notwendigkeit seines Schutzes und seiner Entwicklung herausgebildet. Die Festigung dieser Weltanschauung ist von großer politischer und ökonomischer Bedeutung. Alle Beschlüsse unserer Partei und unseres Staates im Zusammenhang mit der Landwirtschaft haben die Lehre Lenins und Stalins über die Organisierung und Festigung der Genossenschaften und über die Förderung des Interesses der Genossenschaftler an dieser Organisierung zur Grundlage. In unseren landwirtschaftlichen Genossenschaften ist alles so organisiert, dass das gemeinsame sozialistische Eigentum auf dem Land dominiert und sich auf die Psychologie, das Denken und Handeln der Genossenschaftsbauern auswirkt. Das Statut der landwirtschaftlichen Genossenschaften gesteht dem Genossenschaftsbauern ein kleines Stück Land zur persönlichen Nutzung und eine begrenzte Stückzahl Vieh zu. Die Existenz dieses Hauslands und dieser Tiere behindert gegenwärtig das Voranschreiten der Landwirtschaft zum Fortschritt nicht.

Die modernen Revisionisten haben den Weg der Kollektivierung verlassen, weil er der Wiederherstellung des Kapitalismus auf dem Lande hinderlich war. Die Revisionisten sind auf den Weg der Schaffung des Großbesitzes der reichen Dorfbourgeoisie eingeschwenkt. In Polen wurden nie richtige landwirtschaftliche Genossenschaften geschaffen, während man sie in Jugoslawien schon seit langem zerstört hat und dem kapitalistischen Großeigentum das Feld überlassen hat.

Wir, die Älteren, haben die Landwirtschaft Albaniens und den albanischen Bauern in Elend, das versumpfte und brachliegende Land gesehen und in Erinnerung behalten. Wir haben gesehen, wie der Getreideertrag nicht über 5-6, höchstens 8 Doppelzentner pro Hektar hinausging und wie keine einzige Industriepflanze angebaut wurde. Heute dagegen sieht man überall, wohin man das Auge schweifen lässt, wohin man den Fuß hinsetzt, nur bearbeitete, bestellte, blühende, mit Bäumen bepflanzte Erde, sieht man nur gesundes Vieh usw.

Die Jugendlichen, die diese Natur unseres so schönen Dorfes und unsere fortgeschrittene Landwirtschaft vor Augen haben, dürfen nicht vergessen, dass ihre Väter und Mütter, ihre Brüder und Schwestern ihren Schweiß in Strömen vergossen haben, um diese Ebenen, die Hügel und Berge in fruchtbares Land zu verwandeln, und dass sie ihr Blut vergossen haben, um sie zu schützen. Deshalb darf man sich nicht mit der berechtigten Befriedigung und der großen Achtung vor den Älteren und ihrem Werk allein begnügen. Es müssen auch ein kämpferisches Empfinden und die Liebe für die unermüdliche Arbeit auf dem Dorf geschaffen und gepflegt werden. Dass die Städter aufs Dorf gehen, um dort zu arbeiten, ist eine patriotische Pflicht im Dienst des Vaterlandes und kein Opfer. Bei den albanischen Jungen und Mädchen muss das Gefühl des Stolzes und der Freude über die Arbeit auf dem Lande herangebildet werden. Die Jugendlichen müssen den Willen und den Wunsch haben, sich in unserem kollektivierten Dorf niederzulassen und dort ihren Schweiß zu vergießen, ihr Wissen einzusetzen, um die Arbeit der vorhergegangenen Generationen mit noch mehr Kraft fortzusetzen und noch größere Ergebnisse zu erzielen, um die Produktion zu modernisieren und höhere Erträge zu sichern.

Die Partei und die Volksmacht sorechen den Menschen ihre persönlichen Interessen nicht ab, im Gegenteil, diese Interessen werden soweit sie nicht im Gegensatz zu den Gesetzen und regeln des sozialistischen Gemeinschaftslebens stehen, im Rahmen des Gemeininteresses geschützt. Das Gemeininteresse ist es, das vorherrschen muss, das über dem persönlichen Interesse stehen muss, denn auf diese Weise wird jeder einzelne seine eigene wirtschaftliche, kulturelle Lage verbessern und sein Bewusstsein von allen fremden Überresten reinigen. Im Prozess des Aufbaus unserer sozialistischen Wirtschaft muss unbedingt ununterbrochen eine breite Erziehungsarbeit dahingehend entfaltet werden, damit die Menschen das persönliche Interesse niemals dem Gemeininteresse entgegenstellen.



Genossinnen und Genossen,

zur Formung des neuen Menschen im reinen proletarischen Bewusstsein, in einer reinen proletarischen Weltanschauung, im Gefühl der proletarischen Liebe zum Genossen, waren ein großer politischer Kampf, eine gesunde ideologische und moralische Erziehung nötig. Die Arbeit und der Kampf, die wir bisher geleistet haben, können jedoch niemals als ausreichend betrachtet werden. Eine Fabrik können die Menschen in einem festgelegten Zeitraum bauen und in Betrieb nehmen. Um aber das Bewusstsein der Menschen zu schaffen und diesen neuen Menschen auf die von der Partei geforderte Stufe zu heben, bedarf es einer fortwährenden politischen und ideologischen Arbeit, weil die Überreste im Bewusstsein der Menschen noch lange Zeit erhalten bleiben, sie hängen mit dem Gefühl des Privateigentums und mit der Existenz des korrumpierenden Einflusses der kapitalistisch-revisionistischen Einkreisung zusammen.

Wir sind stolz auf unsere heroische Jugend, die den Lehren der Partei folgt und all ihre Energien in den Fabriken, auf den Feldern, in den Schulen, in den Reihen der Volksarmee, in allen Bereichen des Lebens unseres Landes verströmt. Die Jungen und Mädchen Albaniens, die die große Armee unserer Arbeiterklasse, unserer Genossenschaftsbauern und unserer Volksintelligenz wachsen lassen und auffüllen, sind die Zukunft des Vaterlandes; deshalb kümmert sich unsere Partei und unsere gesamte Gesellschaft darum, dass sie ideologisch gesund und politisch rein heranwachsen.

Die Partei hat das Bildungs- und Kulturniveau unseres Volkes auf eine sehr hohe Stufe gehoben. Ein großer Sieg, der von der besonderen Fürsorge der Volksmacht zeugt, ist die Tatsache, dass es heute in vielen Dörfern unseres Landes eine höhere Schule gibt und in einer ganzen Reihe von Städten Hochschulen und Filialen der Universität. In diesen Schulen, die sie selbst errichtet haben, lernen und unterrichten die Jungen und Mädchen des Volkes, seine Töchter und Söhne.

Fortschritte wie nie zuvor wurden auf dem Gebiet der Kunst, in der Literatur, der Musik, dem Filmwesen, in der Malerei, im Theater usw. gemacht. Ein klares Abbild der Liebe unseres Volkes zu seiner Kunst, der Leidenschaft, mit der es sie pflegt, war das Folklore-Festival von Gjirokastra. Mit seinen schönen Liedern und Tänzen gab das Volk seiner Freude über das neue Leben, seiner Liebe zur Partei, seinem Vertrauen in die Zukunft Ausdruck.

Die Entwicklung der Wirtschaft und der Kultur brachte die ständige Erhöhung des Wohlstandes mit sich. In unserer sozialistischen Gesellschaft führen die Menschen in ihren Familien und im Schoß der Gesellschaft ein frohes Leben.

Mit Befriedigung stellen wir fest, dass unser Volk wächst. Albanien ist das Land mit dem größten Bevölkerungswachstum in Europa. Es ist das Land der vielen Geburten und der wenigen Todesfälle. Die Volksmacht hat alle Maßnahmen getroffen, um die Rate des Bevölkerungswachstums zu erhöhen. Unser Land ist reich und mit den unerschöpflichen Quellen seiner Wirtschaft in der Lage, noch für Millionen Menschen zu sorgen.

In den Ländern rings um uns, auf der ganzen Welt gibt es Millionen von Arbeitslosen, Millionen anderer haben nichts zu essen, Hunderttausende von Menschen verlassen morgens ihre Hütten oder Häuser und können sich nicht sicher sein, ob sie abends wiederkehren werden.

Auf den Werktätigen in der kapitalistisch-revisionistischen Welt lasten schwere Steuern, an denen sich die Bourgeoisie und die Herrschenden, die ein märchenhaftes Leben führen, mästen. Dort steigen die Preise, dort wird das Geld entwertet, dort nehmen Hunger und Elend zu, dort entartet die Gesellschaft. Das sind die Folgen, die das hassenswerte Regime des faulenden Kapitals und des Revisionismus den Werktätigen beschert hat.

Ein vollkommen anderes Bild bietet die Lage in unserem Land. In Albanien gibt es keine Steuern mehr. Bei uns wurden den Menschen die Bedingungen dafür geschaffen, zu lernen, sich zu erholen, kostenlos ärztlich betreut und behandelt zu werden. Der Staat kommt für viele Dienstleistungen auf, damit die Einkommen der Staatsbürger unangetastet bleiben.

Unsere Geschäfte sind gefüllt mit Textilerzeugnissen, Industriewaren, mit Nahrungsmitteln usw. Die Preise sind in unserem Land im Gegensatz zu den kapitalistischen und revisionistischen Ländern nie gestiegen. Die Wohnungsmieten sind bei uns nur symbolisch. Die Volksmacht hat bei ihrem ganzen Handeln das Wohl des Volkes, die Hebung seines Wohlstandes und seines Lebensstandards im Auge. Diese sehr gute Lage gibt uns Mut und steigert unsere Kräfte, um auf dem Weg des Fortschritts und des Sozialismus, auf dem uns die Partei führt, weiter voranzuschreiten.

Diese so günstige Situation, in der sich unser Land befindet, sehen sowohl unsere Freunde als auch unsere Feinde. Die Freunde freuen sich über unsere Erfolge, und wir danken ihnen für ihre Sympathie. Die Feinde dagegen, die alles nach ihren kapitalistischen und revisionistischen Vorstellungen beurteilen, können unsere Situation nicht verstehen. Der Fortschritt unseres Landes gefällt ihnen nicht, und auch nicht das Regime, das diesen Fortschritt gebracht hat, weil unsere Entwicklung und unser System ein klares Abbild der Perspektive sind, die sich den Völkern bietet, die wahre Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität wollen. Zugleich bekämpfen sie uns, da unsere Wirklichkeit das kapitalistische System verneint, mit ihrer Propaganda, sie bemühen sich, uns mit Diversion und auf jede Weise zu bekämpfen. Unter diesen Umständen müssen wir stets wachsam sein, unsere Wirtschaft stets so festigen und entwickeln, dass sie zu einem noch strahlenderen Beispiel der wahrhaft sozialistischen Ordnung wird.

Unter den gegenwärtigen konkreten Bedingungen unseres Landes gewinnt die ständige Festigung der Verteidigung des Vaterlandes aus eigenen Kräften besondere Bedeutung. Um seine erhabene Aufgabe zu erfüllen, hat sich unser Volk in den Streitkräften organisiert und bildet sich militärisch aus. Wir haben getreulich Lenins Lehren über die Verschmelzung der Armee mit dem ganzen Volk, mit dem Ziel, dass jeder Soldat ein Bürger und jeder Bürger auch Soldat sei, befolgt. Bei der Ausarbeitung der Volkskriegskunst stützte sich die Partei auf die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft, auf die Erfahrung der Kämpfe unseres Volkes, besonders des Antifaschistischen Nationalen Befreiungskampfes, sowie auf die Erfahrung der Kämpfe der anderen Völker.

Die Verteidigung des Vaterlandes hängt eng mit der Entwicklung der Wirtschaft zusammen, und diese Entwicklung ist eng mit der Hebung des politisch-ideologischen Niveaus der Menschen, ihres Bewusstseins, mit der hohen Organisation und strengen Disziplin bei der Arbeit, sow ie es die Normen der Partei und die Gesetze unseres Staates verlangen, verbunden. Um die Landesverteidigung immer mehr zu stärken, ist es erforderlich, das Niveau der militärischen Vorbereitung aller Strukturen stets auf hohem Niveau zu halten und jeden Tag zu vervollkommnen.

Unser militärisch vorbereitetes Volk ist vollständig fähig, das Vaterland zu verteidigen, falls die Aggressoren es angreifen. Es ist völlig davon überzeugt, dass es über die Feinde siegen wird, weil es von seiner marxistisch-leninistischen Partei geführt wird, weil der Albaner, wenn es um die Verteidigung seiner Erde, seiner Ehre, seiner Würde, seiner Freiheit und Unabhängigkeit geht, auch bereit ist, sein Blut zu vergießen. Diese beispielhafte und heroische Haltung unseres Volkes nimmt einen bedeutenden Platz in der Geschichte der Freiheitskämpfe der Völker ein.

Verschiedene Forscher und Historiker haben geschrieben, dass Skanderberg seinen Mitkämpfern, deren Tugenden, Tapferkeit und Opferbereitschaft erkannte, gesagt hatte, kein einziger Feind und kein einziger Angriff des Gegners sei imstande, ihnen etwas anzuhaben, wenn sie fest miteinander verbunden und vereinigt seien. Und so war es tatsächlich auch. Vereinigt hielten die Albaner, obwohl sie ein kleines Volk waren, den starken Kräften des osmanischen Reiches stand und leisteten damit einen bedeutenden Beitrag zur Verteidigung der Zivilisation Europas.

Die Partei legte in richtiger Bewertung der großen Kraft der Einheit schon in den ersten Monaten ihrer Schaffung die Fundamente der kämpferischen Vereinigung des albanischen Volkes, das im Kampf gegen die nazifaschistischen Besatzer Albanien die vollständige Befreiung und den Sieg der Volksrevolution brachte. Heute ist die Einheit unseres heroischen Volkes, die unter Führung der Partei verwirklicht wurde, stählerner denn je und stellt einen der grundlegenden Faktoren für die Verteidigung des Sozialismus und des sozialistischen Vaterlandes dar.

Die erzielten Erfolge, besonders bei der Stärkung unserer Wirtschaft, dürfen bei uns kein Gefühl der Selbstzufriedenheit aufkommen lassen, die den Menschen meinen lässt, besser als es schon ist könne. Es nicht mehr werden. Nein, eine solche Haltung ist nicht zu empfehlen. Die Entwicklung darf uns nicht daran hindern, unsere Fehler und Mängel in der Arbeit zu sehen. Es gibt auch Aufgaben, die wir hätten erfüllen müssen, aber nicht erfüllt haben. Dafür gibt es einige Gründe, die wir uns ernsthaft ansehen müssen. Die Schwächen, die wir bei dieser Analyse entdecken, müssen wir beseitigen, und die Fehler dürfen wir nicht mehr wiederholen. Selbstzufriedenheit, sich mit Wenigem begnügen – das sind stets Hindernisse auf dem Weg der Entwicklung. Das Gute hat kein Ende, heißt es im Volksmund. Deshalb dürfen wir den Weg hin zu Verbesserungen in allen Richtungen auf keinen Fall begrenzen. Um das Gute, den ununterbrochenen Fortschritt zu erreichen, müssen alle in der Partei und in der Demokratischen Front organisierten Werktätigen mehr denn je die Ärmel aufkrempeln, um die Aufgaben des Staatsplans in Bezug auf die Entwicklung der Wirtschaft, der Kultur, der Bildung und der Verteidigung zu verwirklichen.

All diese imperativen Aufgaben gebieten uns der Kampf für den Aufbau des Sozialismus, der flammende Wunsch, die Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität unseres Volkes zu wahren, die Notwendigkeit, die fortschrittlichste Demokratie zu verteidigen, damit unsere Staatsbürger die freiesten Menschen sind, die es auf der Welt geben kann. Wir dürfen nie vergessen, dass unser Kampf nicht nur für die innere Stärkung große Bedeutung hat, sondern auch deshalb, weil er als Beispiel eines einzigen Landes dient, das in der Epoche der Fäulnis des Imperialismus und des Vormarsches der proletarischen Revolutionen und der nationalen Befreiungskämpfe der Völker den Sozialismus aufbaut.

Doch über unsere Arbeit, über unsere Freude dürfen wir weder den inneren noch den äußeren Feind vergessen. Diese beiden Feinde befinden sich stets in Einheit miteinander. Ihrer Einheit liegt der Wunsch zugrunde, das sozialistische Albanien und die Partei der Arbeit Albaniens zu treffen. Die Feinde haben immer zusammengewirkt, doch sie sind an der Einheit des Volkes mit der Partei stets gescheitert und werden immer scheitern.

Ihr Scheitern ist das Ergebnis der Stärke unserer Einheit, unserer soliden wirtschaftlichen, moralischen und politischen Lage, das Ergebnis der korrekten Linie der Partei und der konsequenten Entfaltung des Klassenkampfes. Solange es die Überreste der Ausbeuterklassen und die imperialistische und revisionistische Einkreisung gibt, in welcher Form sie sich auch immer darstellen mag, wird der Klassenkampf keinen Augenblick aufhören. Niemandem ist deshalb erlaubt, weder theoretisch noch praktisch, die gefahr zu vergessen, die uns von den Feinden droht. Jeder hat überall wachsam zu sein, im Leben und bei der Arbeit, denn die äußeren und die inneren Feinde betreiben Propaganda und versuchen zu erreichen, dass sie verfängt und in feindlicher Tätigkeit gegen die Volksmacht und den Sozialismus konkretisiert wird.

Revolutionäre Wachsamkeit heißt nicht Sektierertum. Unsere Partei und unser Staat der Diktatur des Proletariats unterscheiden bei der Beurteilung der Menschen klar zwischen jenen, die mit dem Volk verbunden sind und bei der Arbeit ohne feindliche Absicht Fehler machen, sowie jenen, die deklassiert sind oder auch solchen, für die das nicht gilt, die aber entartet sind, und die mit ihren Handlungen dem sozialistischen Vaterland Schaden zufügen. Gegenüber den ersteren werden Methoden der Überzeugung und Erziehung angewandt, die letzteren aber trifft die Diktatur des Proletariats mit ihrer Gerechtigkeit und ihrer Strenge.

Wir Albaner sind starke Menschen und fühlen uns glücklich und froh, wenn wir arbeiten und kämpfen. Jeder von uns hat ein richtiges Verständnis vom revolutionären Denken, vom revolutionären Schaffen, von der revolutionären Arbeit und vom revolutionären Kampf. Der Albaner ist ein Bewohner der Berge, der Almen und der weiten fruchtbaren Ebenen, er liebt die reine und frische Luft sehr, doch er hasst den Sumpf und den Morast, er hasst die Schwindler und die Lügner. Jedermann weiß, dass der Albaner, wenn er sein Wort gibt, und mit dem wahren Freund Freundschaft schließt, mit seinem Kopf dafür einsteht. Und dies tut er, um die Wahrheit und das recht zu verteidigen, die in seinem lagen und liegen. Dieses wunderbare Wesen unserer Menschen sehen wir täglich in ihrer Arbeit und ihrem Leben, wir sehen es in ihrem Heldentum, ihrem Mut und ihrem Patriotismus, wir sehen es auch in der Zeit der Wahl der Abgeordneten für die verschiedenen Instanzen der Staatsmacht.

Am Wahltag spiegelt sich in den Gesichtern unserer Menschen die Freude und das Glück über das schöne sozialistische Leben wider, in ihren Augen, die wie Adleraugen glänzen, sieht man die grenzenlose Entschlossenheit, die errungenen Siege zu verteidigen. Wie ein Strom, ergießen sich die Wähler zu den Wahlurnen, um ihre Liebe und ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Volksmacht und die Partei zu bekunden. Diese Liebe und diese Unterstützung werden auch durch die glänzenden Ergebnisse bei der Abstimmung für die Kandidaten der Demokratischen Front bewiesen.

In den kapitalistischen Ländern staunen sie über die Ergebnisse unserer Wahlen und fragen: Gibt es in Albanien denn keine Menschen, die das herrschende Regime nicht mögen? Da sie uns nach ihren bürgerlichen Vorstellungen beurteilen, können sie sich nicht vorstellen, dass die überwältigende Mehrheit unseres Volkes mit dem eigenen Staat der Diktatur des Proletariats verbunden ist, der der demokratischste und fortschrittlichste ist, den es auf der Welt geben kann. Der Sozialismus hat dem albanischen Volk soviel Gutes gebracht, wie ihm keine andere Ordnung hätte bringen können. Unter diesen Umständen wicht auch ein Teil der wenigen Wähler, die möglicherweise gegen unsere sozialistische Ordnung sind, vor der großen Kraft des Volkes, das absolut zu seiner Staatsmacht steht, zurück, und sieht ein, dass es nutzlos ist, gegen die Demokratische Front zu stimmen. Bei uns gibt es nicht das geringste Hindernis dafür, bei den Wahlen seinen Willen frei zu bekunden, im Gegenteil, die Freiheit ist vollkommem und gesetzlich garantiert.

Die Partei und die Organisationen der Demokratischen Front organisieren zu den Wahlen für die verschiedenen Organe der Staatsmacht eine große Kampagne. Die offene Propaganda der Partei und der Massenorganisationen zielt darauf ab, die Einheit und das Bündnis der Arbeiterklasse mit den Genossenschaftsbauern zu festigen. Das Bündnis zwischen diesen beiden befreundeten Klassen unter Führung der Partei hat all diese materiellen und geistigen Güter, dieses Glück geschaffen, derer sich unser Volk ausnahmslos erfreut. In unserem Land gibt es für niemanden Privilegien.

Da es in der Sozialistischen Volksrepublik Albanien keine antagonistischen Klassen mit unvereinbaren Interessen mehr gibt, da bei uns das Privateigentum und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt und verboten sind, gibt es auch während der Wahlkampagne keinen Dschungelkrieg wie in den kapitalistischen und den revisionistischen Ländern.

Bei uns werden die Wahlen nicht von Menschen oder Parteien manipuliert, die nur an die Bereicherung bürgerlicher kapitalistischer Gruppen denken, sondern sie sind von der Partei des Proletariats inspiriert, die das Ziel hat, den Wohlstand des Volkes, sein kulturelles und Bildungsniveau zu heben, das Verteidigungspotential zu stärken, die Freiheit und die Unabhängigkeit zu bewahren.

In dieser glänzenden revolutionären Situation, die in unserem Lande herrscht, in der Atmosphäre dieses die Massen ergreifenden großen Schwungs, der sich überall bei der Arbeit Bahn gebrochen hat, um die Aufgaben zu erfüllen, die der historische 7. Parteitag und die letzten Plenartagungen des Zentralkomitees stellten, und um die Ziele des 6. Fünfjahrplanes zu erreichen, empfindet jeder von uns Stolz auf den ruhmreichen Weg, den wir zurückgelegt haben, und auf dem, den wir hin zum weiteren Gedeihen des Vaterlandes noch zurücklegen werden.

Die Teilnahme an den Wahlen und die einmütige Stimmabgabe für die Kandidaten der Demokratischen Front wird ein weiterer Ausdruck der flammenden Zustimmung der werktätigen Massen zur Generallinie der Partei sein, der Großartigkeit der Einheit von Volk und Partei, der unerschütterlichen Zuversicht darauf, dass wir unsere siegreiche Revolution stets voranführen werden. Sie werden ein Beitrag zur weiteren festigung der internationalen Stellung und des Ansehens des sozialistischen Albanien auf der Welt sein.



Genossen und Genossinnen,

ich danke euch von ganzem Herzen für die Freundlichkeit, die ihr mir erwiesen habt, indem ihr mich als Kandidaten eures Wahlkreises für die Wahl der Abgeordneten für die Volksversammlung billigtet. Ich bin euch sehr dankbar für eure Hochschätzung und für die große Ehre, die ihr mir damit zuteil werden lassen habt, mir, dem Mitglied unserer geliebten Partei, eurem Sohn und eurem Bruder, der gemeinsam mit euch, als Streiter für die große Sache des Aufbaus der sozialistischen Gesellschaft und der Verteidigung unseres teuren Vaterlandes arbeitet.

Das große Vertrauen, dass ihr der Partei der Arbeit Albaniens mit der Billigung meiner Kandidatur bekundet habt, hat mich tief gerührt. Ich versichere euch, dass ich wie immer kämpfen werde, um unermüdlich dem Vaterland, der Partei und dem Volk zu dienen, dass ich zusammen mit euch alle meine Kräfte einsetzen werde, um ehrenhaft die hohe und verantwortungsvolle Aufgabe des Abgeordneten der Volksversammlung zu erfüllen, dass ich mich bemühen werde, euch würdig im höchsten Organ der Staatsmacht zu vertreten und euer großes Vertrauen zu verdienen.

Ich danke euch noch einmal für die Würdigung meiner Person. Erlaubt mir, aus ganzem Herzen zu rufen:

Es lebe das albanische Volk!

Es lebe die Sozialistische Volksrepublik Albanien!

Es lebe die Partei der Arbeit Albaniens und ihr Zentralkomitee!

Ruhm dem Marxismus-Leninismus!