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Radio Tirana

Sendereihe: Die marxistisch-leninistische Weltbewegung wächst und erstarkt!



2. 1. 1978



Die Arbeit der marxistisch-leninistischen Parteien

in den Gewerkschaften

für die Festigung der Einheit der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse



Einer der wichtigsten Frontabschnitte der Tätigkeit der marxistisch-leninistischen Parteien ist ihre Arbeit in den Gewerkschaften für eine revolutionäre Gewerkschaftsbewegung. Als eine breite Organisation der Arbeiterklasse in den kapitalistischen Ländern haben die Gewerkschaften bekanntlich eine reiche Erfahrung im Kampf und in der Organisierung. Ihnen gehören eine große Zahl Werktätiger an. Die Gewerkschaftsbewegung ist eine große gesellschaftliche Kraft, die die Bourgeoisie nicht nur nicht ignoriert, sondern auch alles tut, um sie für sich einzuspannen durch ideologische Beeinflussung und Erpressung über die Arbeiteraristokratie und die Gewerkschaftsbürokratie, die ihre Agenturen sind.

In dieser Situation haben die marxistisch-leninistischen Parteien ihre revolutionären Aktionen innerhalb und außerhalb der bürgerlichen und reformistischen Gewerkschaften verstärkt, um die arbeiterfeindliche Politik und die Klassenzusammenarbeit, die die Häupter dieser gelben Gewerkschaften betreiben, zu entlarven und den gerechten Kampf der Gewerkschaftsmitglieder aus der Arbeiterschaft zu unterstützen.

Das Problem stellt sich für die marxistisch-leninistischen Parteien nicht etwa in Hinblick auf eine Zusammenarbeit mit den Häuptern der Gewerkschaftszentren, sondern mit ihrer Basis, um die Arbeiter dem Einfluss der revisionistischen Gewerkschaftsführer zu entziehen. Die marxistisch-leninistischen Parteien verbinden richtig ihre Tätigkeit innerhalb dieser Gewerkschaftsorganisationen und außerhalb unter den Arbeitern, die keiner Gewerkschaft angehören. Dabei kämpfen sie gegen die radikalistischen Tendenzen, die unter dem Vorwand, die vorhandenen Gewerkschaftsorganisationen seien reaktionär und mit dem bürgerlichen Staat verbunden, die Arbeit der Marxisten-Leninisten in diesen Gewerkschaften leugnen oder unterschätzen und zugleich dazu aufrufen, nur außerhalb der Gewerkschaften zu arbeiten.

Die Marxisten-Leninisten überschätzen die Macht der bürgerlichen und revisionistischen Gewerkschaften nicht, doch sie enthüllen vor den Arbeitern den reaktionären Inhalt ihrer Politik, die darauf abzielt, die Arbeiterklasse zu korrumpieren und das kapitalistische System am Leben zu erhalten. Sie bemühen sich, allmählich die notwendigen Bedingungen dafür zu schaffen, die Arbeiterklasse in wirklich revolutionären Gewerkschaften zusammenzuschließen. In einem Dokument der KPD/ML [Ernst Aust – Anmerkung der Redaktion] heißt es:

Wir sind nicht gegen Gewerkschaften, sondern für Gewerkschaften, und zwar für solche, die die Interessen der Werktätigen, der Arbeiter und Angestellten, vertreten und nicht die der Kapitalisten.“

Auf diesem Weg, unter Führung der wahren marxistisch-leninistischen Parteien, kämpft die Arbeiterklasse in vielen kapitalistischen Ländern dafür, den Klassencharakter der Gewerkschaftsbewegung zu festigen und eine wirklich kämpferische Gewerkschaftsorganisation zu schaffen. Es geht hier natürlich nicht darum, die Losung der Liquidierung der vorhandenen Gewerkschaften auszugeben, sondern darum, in ihnen zu arbeiten, um den Kern für eine neue kämpferische Einheit der Werktätigen zu schaffen im unversöhnlichen Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung. Dazu gehören die Revolutionären Gewerkschaftsoppositionen in Westdeutschland, die Bewegung für eine Klassengewerkschaft in Italien, die Arbeitergewerkschaftsopposition in Spanien, die illegalen Arbeiterkomitees in Chile usw. Unter Führung der marxistisch-leninistischen Parteien nehmen diese Organisationen breit an den Klassenaktionen der Werktätigen teil, sie unterstützen und organisieren ihren Kampf, während sie sich bemühen, eine neue Kampfeinheit der Werktätigen auf der Grundlage ihrer Klasseninteressen zu schaffen.

In Westdeutschland arbeitet die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition heute aktiv innerhalb der Organisation des DGB für die revolutionäre Vereinigung der Gewerkschaftsmitglieder gegen diesen reaktionären Apparat und für die Organisierung und Entfaltung des Kampfes in den Betrieben. Die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition hält es für notwendig, für revolutionäre Betriebsräte, Vertrauensleute und Jugendvertreter zu kämpfen, und ruft gleichzeitig auch die klassenkämpferischen Kollegen in ihre Reihen, die wegen ihres Kampfes gegen den arbeiterfeindlichen DGB-Apparat aus den DGB-Gewerkschaften ausgeschlossen wurden.

Auch in der italienischen Gewerkschaftsbewegung wird immer mehr die Bewegung für eine Klassengewerkschaft verstärkt, die von der KP Italiens / ML unterstützt wird. In Italien wird auch der Aufbau der Kampfkomitees vorangetrieben, die wahre Organe der Vereinigung der Massen und ihrer Kampfaktionen sind. Die Partei kämpft auch, um ihre Präsenz in den Betriebsräten zu festigen, um dort die Politik der Klassenzusammenarbeit der Berlinguer-Revisionisten zu bekämpfen und nicht zuzulassen, dass die von den Arbeitern gewählten Organe zu einem Anhängsel der reformistischen Gewerkschaften werden.

Auch die KP Spaniens / ML schnekte der Festigung der revolutionären Gewerkschaften besondere Aufmerksamkeit. Sie gebraucht dabei alle nur möglichen legalen und illegalen Formen. Parallel zum Aufbau der Arbeiter-Gewerkschaftsopposition, die illegal tätig ist, nimmt die Partei auch umfangreich an der Bewegung für Vollversammlungen der Arbeiter teil, wobei sie den Aufbau dieser Arbeitervereinigung vorantreibt. Ein wichtiger Erfolg der revolutionären Gewerkschaftslinie der Partei war der erste Kongress der Vereinigung für Vollversammlungen der Arbeiter. Diese Kongress hat, wie die Zeitung „Vanguardia Obrera“ berichtet, klar die Kraft bekundet, die die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung im ganzen Lande darstellt, und diente dazu, die revolutionäre Linie und die gelbe Linie der Zusammenarbeit mit der Oligarchie und deren Unterstützung in der Gewerkschaftsbewegung deutlicher zu unterscheiden.

Positiv ist die Tatsache, dass auch die marxistisch-leninistischen Parteien Lateinamerikas, die unter den schweren Bedingungen der faschistischen Diktaturen arbeiten, wir die Revolutionäre KP Chiles, die KP Boliviens / ML, die KP Brasiliens usw mutig an der Arbeiterbewegung teilnehmen und die geeigneten illegalen Methoden und Formen zur Organisierung einer revolutionären Gewerkschaftsbewegung finden. Das sind die illegalen Arbeiterkomitees in Chile, die Arbeiterkonföderation in Bolivien usw. Die illegalen Arbeiterkomitees, schreibt die Zeitung „El Pueblo“, Organ der Revolutionären KP Chiles, sind geschaffen worden als Motor und Kern der Organisierung der Massen. Sie sind eine unerlässliche Notwendigkeit zum Funktionieren der Gewerkschaften.

Die Ereignisse zeigen, dass die Gewerkschaftsbewegung dem großen und unversöhnlichen Kampf nicht fernbleiben kann, der heute zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, zwischen dem Marxismus-Leninismus und dem modernen Revisionismus stattfindet, und sich nicht von diesem Kampf isolieren kann. Die marxistisch-leninistischen Parteien arbeiten daher heute für die Festigung des Klassencharakters der Gewerkschaftsbewegung. Sie betrachten diese als eine lebenswichtige Forderung für die Arbeiterklasse, für die Verteidigung ihrer Rechte und für den Fortschritt ihres Kampfes zur Zerschlagung des kapitalistischen Ausbeutersystems.